Die Zukunftsmacherin - Charlene Senkler & Maria Tönsing

Shownotes

Für Frau Senkler und Frau Tönsing beginnt Zukunft bei einer Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist – und bei jungen Menschen, die früh ihre eigenen beruflichen Möglichkeiten entdecken.
Mit ihren Antirassismus-Projekten und dem „Berufe-Karussell" zeigen die beiden, wie viel es bringt, Jugendliche zu sensibilisieren und ihnen konkrete Perspektiven zu eröffnen.
Im Podcast erzählen Frau Senkler und Frau Tönsing, was sie antreibt, wie aus ihren Ideen konkrete Projekte wurden und welche Rückschläge sie dabei überwinden mussten. Wir sprechen über ihren persönlichen Weg und darüber, wie sie sich die Zukunft unserer Region vorstellen.
Warum sie für die „Zukunftsmacherin 2026" nominiert wurden und was für sie eine echte Zukunftsmacherin ausmacht, verraten sie in dieser Folge.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Folge der Zukunftsmacherinnen.

00:00:04: Falls ihr noch nichts davon gehört habt, dürft ihr gerne einmal in die erste Folge schalten, denn da wird euch das Projekt ganz genau erklärt.

00:00:10: Aber heute geht es erst mal um Charlene Senkler.

00:00:13: Sie ist eine der Nominierten unseres großen Projektes der Zukunftsmacherinnen und wir wollen heute so ein kleines bisschen über die Antidiskriminierungsprojekte sprechen, die du initiiert hast.

00:00:25: Sag mir doch mal was eigentlich passiert?

00:00:27: Was machst Du genau?

00:00:28: Also erst mal schön, dass du da bist.

00:00:30: Ich freue mich sehr heute ein bisschen über das Projekt erzählen zu dürfen.

00:00:34: und ja also um ehrlich zu sein ist das Projekt dadurch entstanden, dass Jugendliche mir im Politikunterricht von ihren Diskriminierungserfahrungen erzählt haben.

00:00:46: und tatsächlich ist mir das sehr nahe gegangen weil nicht nur diese Diskriminierung Erfahrungen der Jugendlichen standen so einen Vordergrund sondern vor allem hat man Resignationshaltung bei den Jugendlichen gesehen.

00:01:02: Als wären sie im Endeffekt machtlos und könnten gar nichts tun, dann habe ich eine Nacht darüber geschlafen oder auch mehr oder weniger geschlaft und hab für mich gesagt das geht so nicht.

00:01:16: wir müssen irgendwie was tun und es bringt nichts Probleme nur zu benennen sondern irgendwie auch Verantwortung zu übernehmen.

00:01:22: und dann haben wir gemeinsam mit dem Jugendlichen gesprochen Ja, wollen wir losgehen?

00:01:29: Wollen wir Selbstverantwortung übernehmen?

00:01:30: Wollten wir irgendwie einen Raum schaffen für andere Jugendliche und auch für sie selbst natürlich.

00:01:36: Indem Sie sich sicher fühlen, indem Sie sich gehört und gesehen fühlen.

00:01:39: Und ja letztlich war das so die Geburtstunde von dem Projekt Hashtag VOS OS Bund.

00:01:44: Und seitdem sind wir ein bisschen auf der Reise... Das Projekt ist ziemlich groß geworden.

00:01:51: Wir haben wirklich klein angefangen und erst mal nur in diesem Projekteam über Diskriminierung gesprochen, was bedeutet Diskriminierungen überhaupt?

00:02:01: Was gibt es für unterschiedliche Diskriminierungsformen?

00:02:04: Und dann hat sich das Ganze so entwickelt dass wir jetzt einen Safer Place bei uns an der Schule errichtet haben, in der jeder Jugendliche die Möglichkeit hat dort entsprechend auf Courage.

00:02:16: Couragecoaches zu treffen.

00:02:18: Die haben wir auch selbst hier vor Ort dann ausgebildet und diese Courage Coaches arbeiten nach einem Awareness-Konzept, was sie auch selbst entwickelt haben und sind dann für die Schülerinnen und Schüler da.

00:02:31: Ja es soll halt so ein Saferplace sein ganz bewusst auch einen Safer Place und nicht ein Safe Place weil ja es soll sicherer sein als an einem anderen Ort aber ganz sicher für jeden kann man's natürlich nie überall machen.

00:02:47: Das wird ja sehr herausfordernd, oder?

00:02:48: Genau!

00:02:49: Über was für ein Alter sprechen wir bei den Jugendlichen so?

00:02:51: Geht das an der Grundschule schon los?

00:02:53: Nein also wir sind hier eine Oberschule

00:02:55: d.h.,

00:02:56: wir beginnen von Klasse fünf bis Klasse zehn da sind die Schüler zwischen zehn elf und dann bis klasse zehn haben wir auch manchmal achtzehn- oder neunzehnjährige genau und das Projekt initiiert hat damals eine neunte Klasse.

00:03:14: Und jetzt ist das Projekt aber sehr groß gewachsen und wir haben jetzt auch Siebklässler dabei, genau die jetzt in dem Projekt unterstützen.

00:03:23: Wie sieht es aus wenn so junge Menschen im Projekt unterstützen?

00:03:29: Ich würde sagen, das ist ja eigentlich eher ein erwachsenden Thema hätte ich fast gesagt.

00:03:33: Aber es fängt leider schon in der Jugend an!

00:03:35: Wir machen so jungen Menschen das also wie arbeiten sie untereinander sprechen die Firmen miteinander kommunizieren?

00:03:42: oder Ist das alles noch eher spielerisch?

00:03:45: Ich stimme das super schwer vor.

00:03:47: Ja, also tatsächlich haben wir versucht auf dieser Grundlage dann auch ein Konzept für die Schule zu entwickeln so dass es ja kein Projekt was jetzt nur ich trage sondern vor allem von der gesamten Schulgemeinschaft getragen wird.

00:03:59: Das ist glaube ich auch ganz wichtig das an dieser Stelle nochmal zu sagen weil ohne die Unterstützung aller die hier an dieser Schule arbeiten und Leben und Lernen wäre so ein Projekt gar nicht möglich.

00:04:12: Und die Jugendlichen können freiwillig an diesem Projekt teilnehmen, wir haben dann einmal wöchentlich ... So einen KL nennt sich das bei uns, das ist eine halbe Stunde.

00:04:21: Das reicht aber kann man sich hervorstellen letztlich nur dafür um kurz mal Absprachen zu treffen Dinge zu koordinieren.

00:04:31: und ja meistens treffen wir uns dann außerhalb der Schulzeit im Nachmittagsbereich, manchmal auch im Abendsbereich und dann entwickeln die Jugendlichen eigenständig Ideen.

00:04:45: Uns geht es vor allem darum Begegnungsorte zu schaffen, vor allem aber auch dass dieses Projekt einfach von den Jugendlichen getragen wird und das ist ein Projekt der Jugendlichen bleibt.

00:04:55: Das ist uns ganz wichtig und deshalb ja... Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir die Themen behandeln und deshalb ist das Projekt jetzt auch deutlich mehr, als es damals war.

00:05:07: Als wir angefangen haben weil wir eben Räume schaffen wollen in denen sich Menschen begegnen können die ja wie soll ich sagen die sich sonst vielleicht eher gar nicht begegnet wären und dass man dadurch die Möglichkeit hat Brücken zu bauen wo sonst Mauern geschlagen worden wären.

00:05:23: und ja da schauen wir immer was gerade so.

00:05:27: der

00:05:29: Ja, das Thema Diskriminierung ist ja nun auch einfach so wahnsinnig groß.

00:05:33: Das fängt ja bei Rassismus an und hört bei ganz, ganz diversen anderen Themen auf.

00:05:38: Und dass alles unter einen Hut zu bringen finde ich tatsächlich sehr, sehr beeindruckend.

00:05:42: Und dann noch von so jungen Menschen.

00:05:44: Puh!

00:05:45: Aber welche Probleme wolltest du damals als es Projekt gestartet ist eigentlich nur lösen?

00:05:52: Also mir ging's... im Herzen immer darum.

00:05:54: Und deswegen bin ich damals, glaube ich auch Lehrkraft geworden um den Schielern ja... Ich möchte sie gerne ein Teil ihres Lebensweges begleiten und ihnen das Wichtigste irgendwie mit auf den Weg geben und zwar an sich selbst zu glauben und auch zu ihnen so'n bisschen diese Gewissheit mitzugeben.

00:06:14: Du wirst gehört und du wirst gesehen und deine Meinung zählt genauso viel wie jeder andere Meinung hier in diesem Raum.

00:06:21: Ja, ich glaube das war tatsächlich das was mir wichtigsten war.

00:06:24: Dass diese Jugendlichen nicht weiter in das Gefühl haben sie werden übersehen oder sind nicht Teil einer Gruppe oder ähnliches.

00:06:31: Wann wurde dir dann klar, boah dass was sich hier macht?

00:06:34: Das hat wirklich Wirkung!

00:06:35: Gab es da so ein Schlüsselmoment?

00:06:38: Ja tatsächlich und zwar als wir im Rittersaal in Limförde waren dort haben Das müsste, glaube ich, in den Jahr- und Jahrzehnten gewesen sein.

00:06:49: Genau da haben wir uns gemeinsam als Schulgemeinschaft dazu verpflichtet eben auch für diese Werte einzustehen und jeden Tag wieder dafür loszugehen und gemeinsam für ein respektvolles Miteinander einzustehn – egal auf welcher Ebene!

00:07:05: Und die Jugendlichen waren vorher noch superaufgeregt und haben aber die Veranstaltung komplett alleine moderiert haben alles für sich so geplant.

00:07:17: Und als ich dann dort in der ersten Reihe sitzen durfte und gemeinsam mit allen anderen, die aus unserer Schule vor Ort waren sehen durfte wie diese Jugendlichen über sich hinausgewachsen sind.

00:07:31: es flossen Freudentränen sowohl auf meiner Seite aber natürlich auch auf der Seite der Jugendlichen.

00:07:36: und als man da so gesehen hat Ja, die trauen sich jetzt gerade was und fühlen sich wirklich so als könnten sie etwas verändern.

00:07:46: Als werden sie gehört und gesehen.

00:07:48: Da habe ich gemerkt ja das hier ist der richtige Weg und alles was danach kam... hat das natürlich nochmal irgendwie übertroffen.

00:07:56: Aber das war so der Schüsselmoment, wo ich gedacht habe okay hier sind wir auf dem richtigen Weg.

00:08:02: Ja das kann ich mir vorstellen klickt auch nach einer wahnsinnig vollen Veranstaltung.

00:08:05: ehrlich gesagt Was bedeutet denn für dich eigentlich der begriff Zukunftsmacherin?

00:08:13: Also als Zukunftsmacherin finde ich es wichtig dass man einfach versucht seine Zukunft in gewisser Weise selbst zu gestalten und nicht die Verantwortung wegzuschieben, Probleme nur zu benennen oder darüber zu meckern.

00:08:28: Weil das können wir glaube ich alle sondern dass man wirklich schaut okay dieses oder jenes, das würde ich gerne versuchen zu verändern.

00:08:38: Es kann natürlich auch mal sein dass es nicht klappt aber den Mut zu haben einfach loszugehen selbst Verantwortung zu übernehmen und vor allem mit Herzlos zu gehen und ja an sich selbst zu glauben Das finde ich ist so dieser Kern der Zukunftsmacherin

00:08:52: Prima.

00:08:53: Ich möchte nochmal, also wir sind gleich schon fertig.

00:08:55: Vielen vielen Dank.

00:08:56: Soll ja auch ein kurzes Intermett zu sein, bis du uns dein Projekt erklärst?

00:08:59: Aber ich möchte noch mal eine kleine Späche mit dir spielen!

00:09:01: Ja... Also klingt immer ganz gruselig aber ich möchte gerne das zu mir gleich vier Sätze einmal beenden.

00:09:07: Ist ein bisschen herausfordernd, also ruhig einmal durchatmen.

00:09:10: Ich habe keine einfachen Sätze rausgesucht.

00:09:13: Beende bitte folgenden Satz.

00:09:15: Ich

00:09:24: glaube, ich bin eine Zukunftsmacherin.

00:09:27: Weil ich versuche anderen Menschen die Unterstützung und den Support zu geben loszugehen.

00:09:38: Die Welt braucht mehr Menschen, die?

00:09:42: Ich glaube die Welt braucht viel mehr Menschen die den wahren Reichtum nicht darin sehen was man besitzt sondern darin was sie in dem Herzen anderer Menschen hinterlassen.

00:09:52: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte, dann...

00:09:57: Das ist wirklich eine gute Frage.

00:09:59: Können wir wahrscheinlich so ne ganz große Liste schreiben?

00:10:05: Tatsächlich finde ich, dass es gerade hier in der Region rund um die Samtgemeinde Lemphörde schon wirklich viele, viele tolle Dinge gibt und ich finde auch das es hier viele toller engagierte Menschen gibt.

00:10:17: Die immer wieder zusammenkommen und zusammentreffen auf jeglichen Veranstaltungen sei es jetzt der Lichterzauber, der irgendwie zum Großteil durch Ehrenamtliche auch initiiert ist oder diverse andere Veranstaltung.

00:10:33: Davon würde ich einfach versuchen, noch viel mehr ins Leben zu rufen.

00:10:38: Ja

00:10:39: und last but not least die Zukunft beginnt für mich wenn?

00:10:46: Die Zukunft beginnend für mich, wenn wir alle mit ein bisschen Hoffnung und Positivität auf den nächsten Morgen blicken.

00:10:55: Das klingt

00:10:55: ganz toll!

00:10:56: Hast du noch irgendwas für unsere Hörerinnen und Hörers und Zuschauer?

00:10:59: Wir sind ja wieder im Videoformat was du denen mitgeben möchtest

00:11:05: Ja, also ich möchte gerne jedem Zuhörer mit auf den Weg geben.

00:11:09: Seit mutig geht los – mit Herz und Verstand!

00:11:13: Und ja versucht Verantwortung für euch selbst zu übernehmen und die Welt zugestalten so wie ihr sie gerne

00:11:19: hättet.

00:11:21: Vielen vielen Dank.

00:11:22: Das war Charlene Senkler unsere Nominierte für die Zukunftsmacherin.

00:11:26: Ob du gewinnst werden wir noch sehen?

00:11:29: Vielen vielen dank.

00:11:31: Die Zukunftsmacherin Ein Podcast aus der Region

00:11:34: für die Region.

00:11:35: Präsentiert von Aberkon, der Aokanida-Sachsen und der Kreisbachkasse Diepholz.

00:11:41: Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Folge der Zukunftsmacherinnen.

00:11:44: Wenn ihr noch nicht direkt im Thema dran seid, schaut gerne in Folge eins rein.

00:11:47: da würden wir mich genau erklären was eigentlich die Zukunftsmacherinnen sind und der Sinn hinter diesem Projekt.

00:11:54: aber heute geht es erst mal um die liebe Maria Tönsing.

00:11:57: sie ist Leiterin der Oberschule in Reden und es geht immer ein ganz besonderes Projekt bei dir um das Berufe Karussell und darüber möchte ich ja ein bisschen mit dir sprechen heute.

00:12:07: Erzähl uns doch mal von deiner Idee und dem Engagement, was eigentlich dahinter steckt.

00:12:12: Genau!

00:12:12: Also die Idee dahinter ist dass das Berufe Carousell ein Informations- und Kommunikationsplattform sozusagen für ortsansässige regionale Unternehmen ist und sozusagen die Verbindung darstellt zwischen diesen Firmen und unseren Schülerschaften.

00:12:29: Wir haben das Projekt so angelegt, dass die Firmen sozusagen zu uns an die Schule kommen weil es ja oft auch Durchbusstransfer und so weiter, immer schwieriger wird sozusagen die Schüler in die Firmen zu geben.

00:12:41: So möchte ich das fast formulieren.

00:12:43: Und wir haben es sozusagen so gestrukturiert dass die Firme einfach zu uns an die Schule geholt werden und die Schüler sozusagen dort die Möglichkeit erhalten regionale Ausbildungsbetriebe kennenzulernen.

00:12:58: Das Besondere an diesem Projekt ist einfach, dass das Ganze durch Mitmachaktion Ja, für die Schüler greifbar gemacht wird.

00:13:06: Das heißt also sie können mit Hilfe von kleineren Aufgaben sozusagen den Beruf natürlich nicht in Gänze aber eben halt ein Bruchstück kennenlernen.

00:13:16: ja Sie bekommen ganz zu Anfang Laufzetteln.

00:13:19: das ermöglicht dem einen oder anderen der doch vielleicht ein bisschen zurückhaltender ist besser ins Gespräch zu kommen mit den Firmen um natürlich am Ende und das wäre ganz fantastisch und das haben wir über die letzten Jahre wirklich oft erlebt Vielleicht sogar noch ein Ausbildungsvertrag an Ort und Stelle unterzeichnen zu können.

00:13:37: Nicht, aber eben halt einen Termin dafür auszumachen.

00:13:40: Und vielleicht auch auf anderem Wege durch den Praktikums-Vertrag oder eben halt Gespräche dort.

00:13:47: auch ich sage jetzt mal für beide Seiten ein Mehrwert herauszuziehen?

00:13:51: Wie hat das Ganze angefangen?

00:13:53: also wir kennen es ja alle von unserer Schulzeit damals man muss diese Pflichtpraktika machen.

00:13:58: ist das heute noch so oder wird das durch das berufe Karussell ersetzt?

00:14:02: Nein, also das Berufekarosell ist sozusagen eine Maßnahme von vielen.

00:14:07: Also es ist ja quasi sozusagen unter dem Deckmantel der Berufsorientierung entstanden.

00:14:13: Die Berufs- orientierung bietet sozusagen vielerlei Möglichkeiten um die eigenen Stärken und Fähigkeiten erstmal kennenzulernen und diese letzten Endes dann in Form eines möglichen Ausbildungsberufes sozusagen ausleben zu dürfen.

00:14:28: Das berufe Karussell selber ist zumindestens an der Oberschule in Reden.

00:14:33: Als ich dort als Lehrerin hin kam, im Jahr two-tausendsechzehn und siebzehn schon angelaufen gewesen und ich durfte aber relativ zeitnah die Koordinatorin für diese Berufsorientierung machen und habe für mich einfach gesehen das Dieser strukturelle Aufbau fehlt da etwas und eben halt die Implementierung in die Berufsorientierung selbst.

00:14:58: Das Ganze haben wir dann sozusagen umstrukturiert, und haben einfach eine breitere Vielfalt geboten Und wie gesagt das ganze eben greifbarer gemacht für Schüler.

00:15:08: Welche Probleme wollten Sie damit lösen?

00:15:11: Ja, also ich glaube das was viele Jugendliche bis dato hatten und vielleicht ein Stück weit auch immer noch haben fangen wir erst mal bis dato an ist.

00:15:22: früher war es eher so dass die Jugendlichen den Berufen der Eltern nachgeeifert sind.

00:15:27: Und es fand eigentlich eine Berufsberatung dahingehend statt, dass man gesagt hat ja das Notenbild stimmt so einigermaßen.

00:15:35: Das macht mal auch wie Papa das gemacht hat oder wie auch immer.

00:15:38: und ich wollte eigentlich diese Diversität der Berufsvielfalt sozusagen darstellen und den Schülern aufzeigen entfalte dich selber du hast ja so viele Möglichkeiten, so viele Chancen mittlerweile die du ausspielen darfst.

00:15:51: und ja das ist eben halt was das vorrangige Ziel dahinter war.

00:15:58: Und aktuell ist es eher so, dass man sagen kann.

00:16:01: Es gibt ja so viele Informationen.

00:16:03: also sei es Internet, TikTok, Instagram was was eh Social Media ist voll mit Information.

00:16:09: Daran scheitert das oft nicht.

00:16:10: Also man kann sich wirklich überall informieren.

00:16:14: aber wir stellen doch auch fest, dass es den einen oder anderen gibt der dann im Nachgang immer noch sagt mmh aber ich irgendwie weiß ich immer noch nicht so richtig fast der Tischler am Ende des Tages macht und das meine ich auch mit greifbar machen, dass die Schüler das inhaltlich füllen können, dieses Wort dieser Ausbildungsberuf-Tischler.

00:16:31: Was ist das an Tätigkeitsfeldern?

00:16:34: Aufgabenbereiche usw.

00:16:36: Und oft ist es so dass die Vorstellungen der Schüler gar nicht dem Realitätsbild entsprechen.

00:16:43: also manche denken immer nach der Dachdecker muss körperlich richtig ran weil man sich das anguckt.

00:16:48: jetzt gerade in der Bauwirtschaft sind ganz viele Maschinen auch die da unterstützen und so weiter und auf.

00:16:53: Frauen können diesen Beruf durchaus mittlerweile ausüben.

00:16:58: Das ist ja das Schöne dabei, dass der Wandel auch schön gezeigt wird direkt vor Ort.

00:17:02: Richtig!

00:17:02: Diese Handschwelle wird dann sozusagen kleiner.

00:17:05: Genau.

00:17:06: Wann hast du gemerkt, was ich hier mache?

00:17:09: Gibt es da so ein Schlüsselmoment?

00:17:12: Also das, ich sag mal so am Ende des Tages gibt es immer ganz kleine Schlüsselmomente und das sind oft so diese Randgeschichten.

00:17:20: Gar nicht das große Ganze aber Randgeschichte.

00:17:23: wenn da auch tatsächlich wie gesagt im Ende ein Ausbildungsvertrag zustande gekommen sind oder auch dieses Jahr wieder erlebt dass Schüler die vorher Bei uns an der Schule waren plötzlich sozusagen als Dozent des Unternehmens wiederkommen an die Schule und jetzt plötzlich den Schülern in Ausbildungsberuf erklären müssen.

00:17:45: Und die mir dann sagen, jetzt weiß ich auf was dahintersteckt

00:17:49: usw.,

00:17:50: also das ist natürlich ganz toll.

00:17:51: oder auch wie gesagt es muss nicht immer das sein.

00:17:54: aber wenn dann im Nachgang noch mein Schüler kommt auch schon erlebt, der gesagt habe ich hab ganz viele Umwege hinter mir und plötzlich Erinnernd Mensch, was habe ich da eigentlich irgendwie an Unternehmen kennengelernt und auch an Ausbildungsmöglichkeiten?

00:18:09: Und jetzt bin ich doch im Nachgang diesen Weg gegangen.

00:18:12: Das rührt eben halt unter anderem daran, dass wir das kennenlernen dürfen bei Ihnen in einer Schule.

00:18:17: Und das ist natürlich wirklich toll!

00:18:19: Da geht es Lehrerherz einfach auf.

00:18:20: Verstehe ich total... Da geht ja sogar mein Herz auf und

00:18:23: keine

00:18:23: Lehrerin.

00:18:25: Was bedeutet denn für dich der Begriff Zukunftsmacherin?

00:18:29: Genau.

00:18:29: Also nicht nur einzelne Projekte, sondern das große Ganze auch im Blick haben aber eben halt Dinge voranschieben die wirklich auch für die beteiligten Personen ein Mehrwert bieten kann.

00:18:42: und ich denke gerade im Zeitalter der Digitalisierung werden wir uns da natürlich auch entsprechend auf dem Weg machen dürfen.

00:18:49: so möchte ich das formulieren weil auch das bietet unendlich viel Potenzial für uns für unsere Schülerschaften aber auch für den Unternehmen.

00:18:57: Und wann hast du zuletzt gedacht, dafür lohnt sich das?

00:19:03: Zuletzt gedacht habe ich das tatsächlich als ein Schüler zwei Jahre später in die Schule kam und gesagt hat Frau Tenzing.

00:19:11: Ich wusste irgendwie nicht so richtig was ich machen soll.

00:19:13: aber jetzt weiß es also wirklich so dieses Ziel dahinter gehabt zu haben und ich werde das schaffen.

00:19:20: Und es gab neulich nochmal einen richtig schönen Moment, was eben halt auch Berufsorientierung und sicherlich auch wie gesagt das Berufekarussell an der ein oder anderen Stelle bietet ist als wir mit einer Schülerschaft bei einem hiesigen Unternehmen waren.

00:19:37: Und er irgendwann nach zwei Stunden Aufgaben und Tätigkeiten und etwas, was ich nicht plötzlich die Erkenntnis errang.

00:19:46: Und mir sagte Frau Thönsing Ich habe so lange gedacht, was mache ich jetzt mit dem, was ich so kann.

00:19:53: Und hatte immer das Gefühl, ich muss mich entscheiden zwischen zwei Berufen.

00:19:57: und heute kriege ich die Erkenntnisse es gibt Berufe, die beides sozusagen implementieren.

00:20:02: Ich muss mich ja gar nicht entscheiden!

00:20:04: Das war für ihn wie ein Freifahrtschein sozusagen sagen zu können, ich weiß jetzt was ich machen will und dass ist wirklich ein toller Moment wenn man dann in den Augen sieht

00:20:14: Das lohnt sich,

00:20:17: dafür lohnt es sich.

00:20:19: Wir kommen schon fast zum Ende!

00:20:21: Aber ich bin noch nicht ganz fertig und möchte noch ein kleines Spiel mit dir spielen.

00:20:24: Klingt fies oder anstrengend aber ist das gar nicht gut?

00:20:28: Ich misste eigentlich nur dass du mir vier kleine Sätze beendest.

00:20:32: Und der erste ist... Die Welt braucht mehr Menschen die

00:20:42: In die Zukunft schauen, die mutig sind und Taten drang mitbringen.

00:20:46: Und einfach mal machen.

00:20:49: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte dann

00:20:53: würde Ich mehr Betriebe noch einmal in die region holen die mehr ausbildungsplätze nochmal anbieten.

00:21:02: und last but not least Die zukunft beginnt für mich wenn

00:21:08: eigentlich jeden morgen wenn die Sonne wieder aufgeht und ich jeden Morgen wieder zur Schule gefahren darf.

00:21:13: Und sagen kann, heute habe ich wieder die Chance sozusagen einen Teil der Schülerschaft unseres Lebensweges sein zu dürfen.

00:21:19: Prima!

00:21:20: Dankeschön.

00:21:21: Gibt es doch irgendwas was du unseren Hörerinnen und Hörern und weil wir im Video-Format sind den Zuschauern mitgeben möchtest?

00:21:28: Ja, ich möchte den Zuschauern mitgeben dass sie wirklich einfach machen sich dem Mut herholen Dinge anzusch... anzusteuern, anzuschieben sozusagen.

00:21:43: Und ich habe es gerade schon gesagt noch mal an anderer Stelle wie gesagt Mut steht am Anfang Glück am Ende und das braucht es auch einfach.

00:21:52: also seid mutig!

00:21:54: Ich glaube wir können's alle zusammen schaffen.

00:21:57: Das

00:21:58: sind super schöne Abschlussvorte.

00:22:00: Das nehme ich so, in diesem Sinne das war Maria Tönsing eine der Nominierten für die Zukunftsmacherinnen und dann schauen wir mal wie es am Ende der Gala so wird.

00:22:08: vielleicht gewinnst du ja?

00:22:11: Ich fühle mich auch schon sehr privilegiert!

00:22:14: Dann Dankeschön!

00:22:16: Bitte schön.

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