Die Zukunftsmacherin - Rebecca Kuba & Friederike Schierholz
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu unserer Folge der Zukunftsmacherinnen.
00:00:03: Falls ihr noch nichts von diesem Projekt gehört habt, schaut bitte einfach mal in die allererste Folge rein.
00:00:08: da haben wir euch ganz genau erklärt warum wir beiden jetzt eigentlich hier sitzen.
00:00:12: aber mit wem sitze ich eigentlich?
00:00:14: Ich sitze mit Frau Rebecca Kuber hier eine engagierte Initiaturin eines ja erfolgreichen Bürgerentscheids in der Sandgemeinde Schwarz-Hörden Und erzähl uns doch mal von deiner Idee und deinem Engagement.
00:00:29: Ja, die ursprüngliche Idee... Was ist das?
00:00:34: Die Idee war mehr oder weniger ein Aufschrei.
00:00:39: Ich bin der Meinung, dass Kommunalpolitik bei denjenigen auch ankommen sollte, die sie betrifft und unsere Samtgemeinde hat eine Kinderbetreuung geplant, die weit entfernt von dem war, was eigentlich gebraucht und benötigt wird.
00:00:59: Da habe ich gesagt nach dem Beschluss, dass ich das so nicht stehen lassen möchte und hab mir eine Lösung überlegt wie man dagegen angehen kann.
00:01:14: Und den Beschluss gegebenenfalls nochmal so lösen, dass wirklich auch primär Mütter betrifftes Jahr und junge Familien da auch eine Lösung finden mit der sie gut klarkommen.
00:01:29: Und wie hat das Ganze angefangen?
00:01:31: Hast du aus eigener Erfahrung bemerkt, meine Kinder kriegen keinen Kindergartenplatz oder ... Woher
00:01:37: konnte Ursprung?
00:01:38: Also der Urspring war... Ich hab zwei Kinder und damals als ich meinen Sohn bekommen habe, hab ich schon gemerkt.
00:01:46: Das ist aber hier bei uns in der Samtgemeinde gar nicht so gut mit der Kinderbetreuung.
00:01:50: Es gibt keine wirklichen Krippenplätze, sehr wenige.
00:01:53: Und hatte dann aber das Glück, dass ich auf ... gute Tagesmutter bekommen habe, die ich auch sehr flexibel auf meine Arbeitszeiten reagieren konnte und auch die von meinem Partner.
00:02:07: Wenn man halt auf dem Land arbeitet ist es oftmals so dass man ja noch mal Pendelzeiten hat und ja ... Die Kindergärten sind halt schon so.
00:02:14: wenn dann halt um vierzehn oder dreißig Schluss das ist um vierzen oder dreizig Schluss Ja, dann ging es noch einigermaßen.
00:02:23: Dann habe ich aber schon angefangen mich so bisschen damit zu beschäftigen warum es so wenig Plätze gibt und hab mich dann halt weil so eine Krippenzeit oder karkes Mutterzeit ja auch begrenzt ist.
00:02:36: Hab dann anschließend geguckt okay wie sieht das mit den Kindergärten aus?
00:02:39: Habe ich denn eigentlich überhaupt ne Kindergärtnbetreuung die ich dann anschließen brauche?
00:02:43: also über Und da fing es halt an, dass ich mich ein bisschen mit der ganzen Kinderbetrugung, Sozialpolitik und so weiter in der Samtgemeinde beschäftigt habe.
00:02:58: Ich hab halt festgestellt das es da einige Lücken gibt.
00:03:02: Hab dann ganz viele andere Frauenmütter, Familienväter auch kennengelernt die ... Sondern von den gleichen Problemen berichten und ja, wir haben uns immer so ein bisschen zusammengetan.
00:03:18: Ausgetauscht halt auch mit der Gemeinde geredet ob man das irgendwie nicht verbessern kann, ob man es nicht erweitern kann Und so kam das irgendwie ins Rollen.
00:03:27: Also gab es da im Grunde so eine kleine Problemlöserrunde?
00:03:30: Hätte ich das jetzt
00:03:31: was genannt.
00:03:31: Ja, die gibt es tatsächlich auch immer noch!
00:03:33: Die gibt's auch täglich immer noch.
00:03:35: Dieses Bürgerbegehend habe ich ja nicht alleine aufgestellt sondern ich hatte da ganz tolle Mitstreiterinnen, die mir das zusammen gemacht haben.
00:03:44: ohne Annika Daniela und Sarah hätte ich das gar nicht hin bekommen.
00:03:50: also dass ist ganz schön viel so ein Bürgerbegehen erfolgreich durchzuführen.
00:03:57: Ja, also wir sind auch immer noch in einer kleinen Gruppe unterwegs.
00:04:00: Es kommt immer wieder neue Elternmüte dazu und ja wie wir diskutieren ziemlich häufig wo es dann irgendwie Probleme gibt.
00:04:12: Es endet ja dann auch nicht, also es fängt mit der Krippe an.
00:04:14: Dann geht's in den Kindergarten und dann gehts auf die Schule.
00:04:17: Und das ist hier alles Sachen, die dann halt die Samtgemeinde bei uns regelt.
00:04:23: Da muss man schon ein bisschen auf Zack sein, weil es ist nicht ganz so einfach.
00:04:28: Dafür habt ihr ja gekämpft?
00:04:29: Schöner
00:04:30: Gruß geht raus an dieser Stelle!
00:04:31: An die anderen Damen, die sich damit eingebracht haben.
00:04:34: Ja
00:04:34: genau.
00:04:35: Wann hast du denn gemerkt... Das hat jetzt wirklich Wirkung, was wir hier machen.
00:04:41: Gab's da so ein Schlüsselmoment?
00:04:44: Ja es gab ja diese besagte Samengemeineratssitzung wo ich dann aufgestanden bin und gesagt habe, nee das ist jetzt nicht der letzte Satz der gesprochen wurde.
00:05:01: Dann haben wir das Bürgerbegehren gestartet und es sind halt auch ein paar Leute auf mich zugekommen, mal so hier.
00:05:06: So eine Petition und so weiter bringt gar nichts.
00:05:08: aber es gibt halt dieses Bürgerbegehen was du starten kannst.
00:05:11: Wir würden dich da unterstützen, wir würden dir helfen und dann ist halt wirklich so ein kleines Kernteam entstanden.
00:05:18: Und ja und dann haben wir um Bürgerbegären erfolgreich durchzufüllen müssen ja auch eine gewisse Anzahl von Unterschriften gesammelt werden.
00:05:29: Da haben wir sehr viel Support bekommen, natürlich auch Kritik.
00:05:34: Gab auf einiges Negatives, wo wir versucht haben mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und denen zu erklären warum unser Vorschlag besser ist als der, der die Samtgemeinde gemacht hat.
00:05:49: Das war schon ganz gut.
00:05:51: Man hat wieder mehr Leute gefunden, die sich halt auch als Elternsprecher ... Es gibt ja noch den Schulausstoß, den Kindergartenausschuss und so weiter.
00:06:01: Sich da reinsetzen, sich das mal anhören ... Ja?
00:06:05: Hättest du dein Projekt auch gestartet, wenn du nicht Mutti gewesen wärst?
00:06:11: Natürlich betrifft mich das jetzt auch persönlich aber ich mach auch jetzt noch Dinge, obwohl meine Kinder aus dem Alter raus sind.
00:06:23: es ist einfach wichtig gerade Frauen eine Unterstützung zu geben, weil es ist halt nur mal so.
00:06:33: Also nichts gegen die Herren hier oder die Sheta ich weiß euren... Ich weiß euch zu schätzen aber ich sage mal die meiste Arbeit gerade so bohnst du in der Samtgemeinde und im Landkreis ist halt schon so hängt bei den Frauen, weil die oft halt die Teilzeit arbeiten und mit der Teilzeit halt die Kinderbetreuung haben.
00:06:56: und Mir liegt ganz viel daran, dass man Frauen in dem Sinne unterstützt und trotzdem noch weiter in den Beruf einzusteigen.
00:07:07: Zu arbeiten für die Rente einzuzahlen.
00:07:11: Dass man als Frau gewisse Hinsicht auch eine Autonomie hat durch seinen Job.
00:07:21: Das sind ganz wichtige Themen und dafür muss man eine gute... und stetige Kinderbetreuung haben.
00:07:26: Das ist korrekt, dafür habt ihr gekämpft?
00:07:29: Ja!
00:07:33: Was bedeutet für dich denn eigentlich der Begriff Zukunftsmacherin?
00:07:40: Zukunftsmacherin... Ich glaube das sind einfach Menschen, also es ist ja die feminine Form, Frauen, die schon Lobbythemen sehen, die benötigt werden versuchen halt ihr Bestes zu geben, die Dinge halt auch umzusetzen.
00:08:02: Oftmals auch durchzusetzen und durchzudrücken.
00:08:05: Also wenn man Sachen positiv verändern will braucht man manchmal schon ganz viel Kraft dazu.
00:08:12: Das ist nicht einfach, man braucht Kraftzeit, Nerven... Und das alles neben dem was man sowieso schon
00:08:19: macht.
00:08:20: Neben der ganzen Arbeit die man eh schon hat!
00:08:23: Ja, es ist halt schon... Schon so, ne?
00:08:26: Aber ich finde es immer... Also ich finde immer ist es besser die Zukunft selbst mitzugestalten als die Zukunft von jemand andern gestalten zu lassen.
00:08:37: Verstehe ich total.
00:08:38: Schön gesagt!
00:08:40: Wann hast du denn zuletzt gedacht das lohnt sich alles wofür ich hier kämpfe?
00:08:46: Ich meine es ist ja jetzt schon so dass also Wir konnten es ja tatsächlich durch das Bürgerbegehren einrichten, dass wir halt eine Kita und eine Krippe zusätzlich in Sudwalde bekommen haben.
00:08:59: Das ist total schön vor allem, dass es halt naheliegend ist, dass Mütter und Väter auch ihre Kinder mit den Fahrrad hinbringen können.
00:09:10: Das ist ja auch noch mal ein hoher Kostenfaktor.
00:09:12: Unsere Samtgemeinde ist schlechenmäßig sehr, sehr groß.
00:09:15: wenn man hier zum Beispiel einen Kita-Platz in Ehrenburg bekommt und man den Suthwalde bot dann ist manchmal auch eine Viertelstunde im Auto unterwegs.
00:09:22: Wichtig!
00:09:22: Und das sind alles so Sachen, da freue ich mich halt schon sehr dass es dann steht, dass viele Kinder aus dem Dorf dann Platz gefunden haben dass der Betreuungsbedarf jetzt in der Sammelgemeinde so gut wie gedeckt ist.
00:09:39: Wenn ein Kind dessen einen Kindergartenplatz haben möchte, kriegt den auch meistens an der Stelle wo man halt auch wohnt.
00:09:45: Da kann man doch wahnsinnig stolz drauf sein oder?
00:09:48: Das ist schon eine ganz gute Sache halt.
00:09:51: Den Krippenplätzen bin ich mir manchmal nicht so sicher weil wir tatsächlich nur drei oder vier Kripen haben.
00:09:57: da könnte es auch manchmal zu Verschiebungen kommen.
00:09:59: aber grundsätzlich... Gibt es jetzt die Möglichkeit und ich meine, dass man in dem Ort wo man wohnt den entsprechenden Platz bekommt.
00:10:15: Ich möchte so ein kleines Spiel mit dir spielen.
00:10:18: Klingt schlimmer als das eigentlich ist!
00:10:20: Ich möchte
00:10:21: nur, dass du mir ganz kurz und knapp ein paar Sätze beendest.
00:10:25: Und zwar, ich fange an...
00:10:32: gerne die Zukunft mitgestellter anstatt sie von jemand anderem gestalten zu lassen.
00:10:38: Die Welt braucht mehr Menschen, die...
00:10:42: ...die sich für andere einsetzen ohne dass sie selbst davon etwas haben?
00:10:49: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte dann wäre das... Ich weiß!
00:10:57: Ich bin manchmal ein bisschen gemein.
00:11:00: Da bin ich jetzt ja mal ein bisschen bissig und sage unseren Samtgemeinderat
00:11:07: Mhm, in Ordnung.
00:11:08: Und last but not least... Die Zukunft beginnt für mich wenn?
00:11:13: Wenn die Menschen anfangen sich gegenseitig wieder mehr zu respektieren und jemanden leben zu lassen wie ihr Leben möchtet ohne dass derjenige irgendeinen eigenen Schaden davon hat.
00:11:31: Ich danke dir.
00:11:32: Das sind wirklich ganz tolle Abschlussworte!
00:11:36: Mir wollte ich auch gar nicht von dir in diesem Sinne.
00:11:38: vielen,
00:11:39: vielen Dank dass ihr zugeschaut habt.
00:11:40: das ist Rebecca Kuber gewesen eine engagierte Initiaturin eines erfolgreichen Bürgerentscheids.
00:11:57: Hallo und herzlich willkommen zum nächsten Teil der Zukunftsmacherinnen.
00:12:00: Wenn du nicht ganz genau weißt, um was das eigentlich in diesem Projekt geht.
00:12:03: dann schau einfach mal bei Folge eins vorbei.
00:12:05: da wird dir alles ganz genau erklärt warum ich heute hier bin.
00:12:08: aber wo bin ich eigentlich?
00:12:09: Ich bin heute bei Friederike Schierholz.
00:12:12: sie fördert aktiv den Klimaschutz ohne Ertragseinbuchen.
00:12:16: ein Busen in der Landwirtschaft mein Gott das ist auch alles so bisschen schwierig.
00:12:21: ja das klingt vielleicht auch ein bisschen zu hochtraben.
00:12:24: also wir Ja, Mann und ich haben landwirtschaftlichen Betrieb hier zusammen.
00:12:29: Und wir versuchen seit einigen Jahren ohne Bodenbearbeitung mit verschiedenen Methoden den Boden so gut zu fördern dass er eben Humus speichern kann und dadurch auch Kohlenstoff speicheren kann.
00:12:43: das wäre dann natürlich aktiver Klimaschutz wenn man eben Kohlenstoff aus der Atmosphäre im Boden speichert.
00:12:47: ob es immer ohne Ertragseinbußen geht Ja, keine Ahnung.
00:12:51: Also wir versuchen das wird trotzdem was ernten.
00:12:53: Aber wie musste ich mir das denn vorstellen?
00:12:55: Dass ihr den Boden quasi nicht berührt?
00:12:57: also ich als Lion.
00:12:59: Kennt das natürlich dass irgendwann diese riesigen Trecker unterwegs sind und da alles umgraben.
00:13:03: Ich glaube grobern
00:13:05: oder pflügen.
00:13:06: Das wären alles Methoden der Bodenbearbeitung und auf die verzichten wir eben vollständig.
00:13:13: Bei uns gibt es kein Flug, kein Grober.
00:13:15: Der Garten wird quasi nicht umgegraben sondern Was wir machen ist, dass wir quasi den Boden in ihrer Interstruktur erhalten.
00:13:26: Wir pflanzen verschiedene Zwischenfrüchte an, also das sind Kulturen die gar nicht geerntet werden, die werden nach der Ernte aus Feld gesehen und bleiben dann bis zur nächsten Kultur da stehen um den Acker zu durchwurzeln usw.
00:13:37: Und wenn die Kultur dann gesät wird, dann wird einfach nur ein Schlitz gemacht, das Saatkornbett reingelegt, der Schlitz geht wieder zu, zack fertig!
00:13:47: Ja, und die Zwischenfrucht, die da dann vorherstand oder natürlich steht auch ein bisschen Unkraut dar.
00:13:50: Da muss man dann eben einmal spritzen so dass das eben tot ist aber in der konventionellen Wirtschaftsspitze mehr ohnehin auch häufiger und von daher das aus unserer Sicht durchaus vertretbar.
00:14:01: wir machen also den Acker dann eben in seiner natürlichen Bodenschruktur bleibt er dann erhalten.
00:14:06: Wie?
00:14:06: Also
00:14:07: das
00:14:07: klingt ja wirklich nach einem Monsterprojekt was ihr euch da vorgenommen habt.
00:14:11: eigentlich ist es gar nicht so...also das hat
00:14:13: ja auch
00:14:14: ganz Vorteile, die auf der Hand liegen und die auch ganz für kommissionelle Betriebe entscheidend sind.
00:14:21: Also zum Beispiel brauchen wir natürlich viel weniger Diesel dadurch dass wir eben nicht fliegen und grubbern und es braucht dafür weniger Arbeitszeit weil das sind natürlich Arbeitsgänge dieser Bodenbearbeitung kostet unheimlich viel Arbeitskraft also auch für den Trecker.
00:14:39: Das geht langsam und schwer und ist dadurch noch eine teure Bearbeitung, also im Grunde sparen wir auch Geld und Zeit damit ein.
00:14:46: Das ist jetzt nicht ein riesengroßes Projekt, das ist einfach... Wir machen es irgendwie anders und haben dadurch sogar noch ein bisschen Zeit gewonnen.
00:14:55: Schön
00:14:56: ja!
00:14:56: Aber wie
00:14:56: hat das Ganze denn angefangen?
00:14:59: Also angefangen haben wir damit dadurch dass mein Mann eben lange im Ausland tätig war.
00:15:04: ich habe Landwirtschaft studiert aber auch im Auslands und dann ist mein Mann nach Osteuropa gegangen.
00:15:12: Wir hatten hier aber einen landwirtschaftlichen Betrieb, der eben von meinen Eltern kommt.
00:15:15: Und dann haben wir so ein bisschen überlegt ob wir hier den Betrieb vielleicht weiter machen können.
00:15:22: und dann hat mein Mann gesagt okay müssen wir irgendwie ein paar Ideen haben?
00:15:25: Wir haben dann mit mobiler Hühnerhaltung angefangen.
00:15:27: das ist auch im Grunde unser Hauptstandbein dass wir eben Hühners in Mobilstellen halten.
00:15:34: Und was dann so ein bisschen dazu kam, ist dass wir gesagt haben wollen wir den Ackerbau aber auch so machen das wir da voll hinter stehen können und sagen können okay das ist also der Anstoß war im Grunde die heftigen Winderosionsereignisse die wir hier oft beobachten.
00:15:50: Also Winderosion ist vielleicht auch ein Fachbegriff.
00:15:52: das bedeutet dass wenn man halt den Boden zum Beispiel geflügt hat und hat schlecht auch schon eine Kultur eingesehen Schwarz, unbedeckt.
00:16:02: Da wächst noch nichts und es ist dann trocken und windig.
00:16:06: Dann fängt der Acker an zu wehen.
00:16:07: Und dann staubt das oder... Man sieht, dass sich da ein bisschen was an Acker bewegt und das ist eigentlich etwas ganz Schlimmes.
00:16:17: Das ist etwas, was wir gar nicht sehen wollen.
00:16:20: Der fruchtbare Oberboden wird abgetragen.
00:16:22: Oh!
00:16:23: Der kommt dann irgendwo runter wo der Wind langsamer wird, also irgendwo am Graben im Wald oder an eine Hecke oder sowas.
00:16:29: Aber der ist auf jeden Fall unseren Ackerflächen ist dann verloren gegangen.
00:16:34: Da haben wir gesagt, das ist im Grunde das Gegenteil von nachhaltig.
00:16:36: Wenn wir wollen, dass unsere Kinder immer noch Boden da haben, müssen wir damit aufwändigen.
00:16:41: Das darf nicht mehr wehen.
00:16:43: und Alexander kannte aus den Ländern, wo er gearbeitet hat, dass die Bodenbearbeitung sehr stark reduziert bzw.
00:16:50: komplett abgeschafft haben.
00:16:52: Dann probieren wir hier aus und haben das auch umgestellt.
00:16:55: Hat funktioniert!
00:16:57: Ja, es hat natürlich immer noch neue Herausforderungen und wir sind auch nicht so, dass wir sagen, jetzt haben wir hier ... Das System läuft komplett von alleine.
00:17:07: Wir haben's raus, wie es geht.
00:17:09: Aber inzwischen, wir sind im sechsten Jahr der Umstellung, können wir sagen... Doch so ein paar Tricks und Kniffer haben wir inzwischen raus.
00:17:20: Wann hast du gemerkt, das hat Wirkung was ich mache?
00:17:23: Gabs da einen Schlüsselmoment für dich?
00:17:28: Was wir natürlich sofort beobachten konnten, von Jahr eins an hat es nie wieder gewählt bei uns.
00:17:32: Also der Acker ist nie wieder in Bewegung geraten.
00:17:36: Das funktioniert bei Direkt-Satz.
00:17:38: so heißt diese Methode die wir anwenden oder auch Notill das ist ab sofort.
00:17:43: und das Schöne ist dass ich bin ja auch außerdem noch als Berufschullehrerin tätig dass das so viele Leute umtreibt inzwischen.
00:17:55: Also, das Thema Boden und Bodengesundheit wird für viele Landwirt, besonders für junge Landwirte hin- und landwirte immer mehr zu einem wichtigen Thema.
00:18:02: Und das finde ich persönlich einfach auch super wichtig und super schönzusehen!
00:18:07: Wir hatten zum Beispiel einen Feldtag im Jahr zwanzigzehn, wo wir gesagt haben okay, wir laden ein paar Speaker ein und ein paar Maschinen die das eben auch können vergleichen die einmal und schicken das mal eben rum ob ein paar Leute andere Landwirte auch Interesse haben.
00:18:24: Und wir wurden überrannt, also da sind halt ... Wir haben hier die kleine Dorfgaststätte gemietet und da passen irgendwie auch hundertfünfzig Leute rein oder so.
00:18:30: Da hat knapp zweihundert Leute.
00:18:32: Das war voll!
00:18:34: Also wir mussten die Anmeldeliste schließen weil so viele Landwirten sich für das Thema Boden, Bodengesundheit, Humusaufbau auch sich anpassen an den Klimawandel totales Interesse habe.
00:18:46: Und das ist eigentlich was mir dann am meisten Spaß macht, dass wenn man drüber spricht dass dann Leute davon auch begeistert werden.
00:18:53: Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:18:54: Das ist dann ja auch so eine eigene Bestätigung die man einfach bekommt.
00:18:56: ne?
00:18:57: Was bedeutet denn für dich eigentlich der Begriff Zukunftsmacherin?
00:19:02: Oh ja!
00:19:02: Das ist ein schwieriger Begriff.
00:19:03: Ich weiß gar nicht wie ich dazu gekommen bin dafür nominiert zu sein.
00:19:09: Also ja, Zukunftsmacherin bedeutet ja so viel wie die Zukunft mitgestalten und ich denke das will jeder Mensch im Grunde etwas... positives dalassen, dass man etwas macht was für die Zukunft relevant ist und was da eine Bedeutung für hat.
00:19:25: Und ich freue mich das es einfach ein Preis oder eine Aktion ist, die eben sichtbar macht wie Frauen die Zukunft mitgestalten gerade hier vor Ort und ich bin sehr gespannt auf die Anderen was sie alles so mitbringen an Ideen und Projekten.
00:19:42: In dem Fall kannst du dir unseren Podcast anschauen und anhören.
00:19:46: Keiner Scherz am Rande!
00:19:48: Wir beiden sind schon fast fertig, ich hab nur noch ein kleines Spiel vorbereitet.
00:19:51: Geht auch ganz einfach.
00:19:53: So einfach ist es nicht.
00:19:55: Und zwar möchte ich gerne, dass du mir vier Sätze beendest.
00:19:59: Ich fang an... Ich bin eine Zukunftsmacherin, weil...
00:20:03: Ach um Gottes Willen.
00:20:06: Eigenglub stinkt das finde ich immer schwierig irgendwie über... finde, ist wichtig die Zukunft mitzugestalten und was mir da eigentlich am wichtigsten ist dass man den Kontakt mit jungen Leuten hat.
00:20:20: Und ich bin sehr gerne Lehrerin für Landwirtschaft und habe einfach sehr gerne diesen Austausch mit jenen Leuten das man sagt okay es gibt neue Ideen.
00:20:32: Was für Ideen habt ihr?
00:20:33: Wie steht ihr dazu?
00:20:35: Ich glaube das ist für mich das Wichtigste.
00:20:39: Die Welt braucht mehr Menschen, die...
00:20:42: ...anpacken und Verantwortung übernehmen.
00:20:45: Also ich glaube es wird sehr viel in Deutschland gejammert wie schlimm alles ist, was hier alles schlecht läuft, wie's alles bergab geht.
00:20:54: Das erlärt mich so weil das niemandem voranbringt nur zu jammern und ich glaube dass es viele gute Ideen da draußen gibt.
00:21:03: einfach machen oder auch mal sagen okay wenns jetzt schiefgeht gut dann stehe ich dafür.
00:21:07: gerade dann ist es so.
00:21:09: aber
00:21:11: Jetzt wird es ein bisschen komplizierter.
00:21:13: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte, dann ... Oh!
00:21:22: Also etwas das man verändern kann wahrscheinlich, ne?
00:21:25: Dass man häufiger regnet wäre cool aber... Das ist hier ein bisschen schwierig.
00:21:30: und die sandigen Böden.
00:21:31: Ich hätte auch gerne irgendwie einen besseren Bodenpunkt.
00:21:33: Aber das sind Dinge, die wir nicht verändern können und mit denen müssen wir leben.
00:21:38: Wenn mich etwas in der Region ver ändern könnte Also ich...
00:21:50: Ja, schwierig.
00:21:51: Ich weiß!
00:21:55: Wenn nicht das alles genau wüsste, würde ich mich vielleicht für irgendein Bürgermeisteramt aufstellen lassen aber die... Ich glaube was ich wichtig finde tatsächlich auch mit Blick auf Kriminalwahl.
00:22:08: Ich war jetzt in der letzten Wahlperiode im Rat aktiv.
00:22:11: Ich find es total wichtig dass Leute aktiv werden und sich einbringen Und das ist etwas, was ich auch in der Region sehe und dass ich auch möchte, dass es weitergemacht wird.
00:22:23: Dass Leute sich einfach selber aktiv einbringen – in Vereinen, in Ehrenämtern, in Schule im Rat, in verschiedenen Gremien und irgendwie, dass man gemeinsam mit anpackt.
00:22:38: Und der letzte?
00:22:39: Der allerletzte!
00:22:40: Dann klau' ich auch nichts mehr deiner Zeit.
00:22:43: Die Zukunft beginnt für mich wenn...
00:22:49: Jeden Tag, wenn man aufsteht.
00:22:50: Es ist ja schon wieder ein neuer Tag also dann kann ich ja entscheiden wie will ich jetzt mit dem umgehen was ich habe?
00:22:56: entweder steckt den Kopf ins Sand weil es schon wieder nicht regnet oder ich mache jetzt etwas und deshalb zukunft fängt jeden tach neu an und jeden tag neue spielen neues glück in der landwirtschaft ist hier auch so.
00:23:08: eine ernte wird jetzt gerade eingefahren und auch wenn die vielleicht nicht top ist die nächste ernte steht schon in startlöchern und also zukunft geht jedes mal wieder neu los
00:23:17: Prima.
00:23:17: In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen, bis zum nächsten Mal!
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