Die Zukunftsmacherin - Gesa Langenberg & Mandy Hayen

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Folge der Zukunftsmacherinnen.

00:00:03: Wenn ihr noch nichts über das Projekt wisst, dann bitte einmal zufolge ein Zwitschender erklären wir euch alles ganz genau warum wir eigentlich hier sind.

00:00:10: Ich bin heute hier bei Geser Langenberg.

00:00:13: Gesach ist Landwirtin in der vierzehnten Generation richtig?

00:00:17: Richtig!

00:00:18: Wahnsinn.

00:00:18: Und ich kann ja schon fast sagen du bist bekannt aus Funk und Fernsehen

00:00:21: Du

00:00:21: warst ja schon des öfteren Mal im TV unterwegs sogar richtig.

00:00:25: Ja, genau, bei allen Formaten

00:00:27: Cool, richtig toll!

00:00:28: Habe ich fast ein Promi hier.

00:00:30: Aber wir wollen heute ein kleines bisschen über dein Projekt sprechen.

00:00:33: Warum bist du eigentlich bei den Zukunftsmacherinnen?

00:00:36: Was machst

00:00:36: Du?

00:00:37: Also es freut mich total, dass ihr mich besucht und das ich dafür oder darüber ein bisschen erzählen darf.

00:00:42: Ich bin Landwirtin, ich bin Schweinehalterin, hab Landwirtschaft studiert

00:00:46: und

00:00:46: Es war nicht sofort nach dem Studium für mich klar, dass ich also hier in den Betrieb zu Hause mit einsteige, den ich jetzt von meinem Vater schon vor neun Jahren übernehmen durfte.

00:00:54: Hier im Landkreis Diepolz in Bockstedt Ja und jetzt bin ich hier tätig.

00:00:59: mit meinen Mann zusammen bewirtschaften wir den Betrieb.

00:01:01: Wir haben ein tolles Team Und wir versuchen uns immer breiter aufzustellen, um einfach wirklich resilient und zukunftsfähig für die Zukunft in der Lampelschaft aufgestellt zu sein.

00:01:12: Wir betreiben wie gesagt Ackerbau insbesondere der Kartoffelanbau wird bei uns fassiert und wie ihr hinter uns sehen könnt bauen wir auch unseren eigenen Hafer an und stellen hofeigenes Granola her.

00:01:24: ich selber esse für mein Leben gerne Müsli und Granola in allen Variationen und dachte mal warum gibt es so viel Hafer aus Garninavien?

00:01:30: Wir können den doch hier vor Ort auch genauso gut herstellen.

00:01:33: entsprechend ist diese Idee gewachsen für ein neues regionales Produkt, mit dem wir uns wirklich auch sehr identifizieren.

00:01:40: Und was eine Herzensangelegenheit von mir in den letzten Jahren geworden ist die Schweinehaltung weiter auszubauen und umzubauen.

00:01:46: Ich durfte hier wie gesagt die Schweinhaltung von meinem Vater übernehmen.

00:01:49: der hat auch immer schon in seiner Vergangenheit viel getan und investiert.

00:01:53: aber ich habe selber vor acht Jahren gemerkt Es ist so viel mehr im Umbruch.

00:01:59: Die Gesellschaft wünscht sich höhere Standards im Bereich Umweltschutz, Tierschutz und dem möchten wir eben auch nachkommen.

00:02:06: Vieles davon kann ich gut nachvollziehen und bringt für unsere Wirtschaftlichkeit auch Vorteile wenn es dem Tier eben gut geht Wenn wir wenig Emissionen haben.

00:02:15: das hat alles sehr große Vorteile.

00:02:17: aber es ist die letzten Jahre ein Mammutprojekt gewesen unsere Stelle umzubauen.

00:02:22: Wir haben jetzt eine höhere Haltungsform für unsere Schweine.

00:02:24: Sie können jederzeit nach draußen an frische Luft, haben deutlich mehr Platz.

00:02:28: Also wir produzieren in der Haltungsform Vier und ja das ist jetzt ein super schönes Gefühl dass wir schon sehr viele unserer Tierplätze so umgebaut haben.

00:02:36: Wir wollen mit dieser Reise weitermachen Und da bin ich dankbar dass wir alle hier im Betrieb da so mitziehen.

00:02:43: also können die Schweinchen im Grunde jederzeit.

00:02:45: wenn sie sagen Borny Ich will jetzt ein bisschen Sonne sehen gehen Sie einfach raus

00:02:49: Genau, die Tiere haben einen Auslauf.

00:02:51: Sie können also jederzeit ins Freie und das nutzen sie auch sehr gut – auch wirklich bei jeder Witterung!

00:02:56: Also auch im Winter wenn es sehr kalt ist, nutzen sie's gerne.

00:02:59: Wahnsinn, wahnsinn.

00:03:00: ich mich noch mal so ein bisschen hier auf das Granola zurückkomme.

00:03:03: Du sagst ja schon der meiste Hafer wird irgendwie in Skandinavien produziert oder vieles.

00:03:09: Und jetzt ist da drüben auf dem Feld gewachsen?

00:03:12: Genau, wirklichen Kilometer entfernt auf unserem eigenen Feld.

00:03:15: und dann bringen wir es zu einer Mühle nach Großipna uns in der Region und die stellen eben dann für uns da die Haferflocken raus her.

00:03:24: Und ja, dann bringen wir sie zu einer Bäckerei nach Fächter.

00:03:27: Die backen für uns dieses tolle Granola in verschiedene Geschmacksrichtungen.

00:03:30: Wir füllen das dann wieder ab und können es hier vor Ort in Hofleden aber auch mittlerweile sehr stark im Supermärkten, die auf regionale Produkte setzen, können wir es vermarkten.

00:03:39: Da bin ich sehr dankbar dass dort auch eben die Geschäftsleute regionale Produkte wirklich auch in ihren Ladenteken haben wollen, das ist natürlich auch nicht selbstverständlich.

00:03:49: Ich

00:03:49: persönlich finde es total toll denn ich bin auch ein sehr sehr großer regionaler Fan.

00:03:52: von daher vielleicht nehme ich mir nachher mal so'n Päckchen

00:03:55: mit?

00:03:56: Aber

00:03:57: gut kommen wir wieder ein bisschen zurück zum Projekt.

00:03:59: Wie hat das dann eigentlich alles angefangen?

00:04:01: also bist du hier als Kind schon auf dem Hof rum geflitzt und wie war der Start

00:04:06: Genau!

00:04:06: Das war natürlich ein großes Geschenk.

00:04:08: ich bin als Jüngste von drei Schwestern hier groß geworden wusste ich vielleicht in meiner Jugend nicht immer zu schätzen, wie schön das Leben auf dem Land sein kann.

00:04:17: Da habe ich es manchmal auch verflucht wenn ich zu irgendeiner Party gehen wollte und wir waren hier wirklich abends einfach sehr weit weg oder wohnen sehr weit ländlich.

00:04:27: Aber insgesamt weiß ich jetzt doch, aus heutiger Sicht dieses Landleben gerade als Kind sehr zu schätzen.

00:04:31: Und erlebe es auch bei meinen eigenen vier Kindern wie schön das ist, dass sie hier so direkt mit der Landwirtschaft groß werden.

00:04:37: und so war's eben auch, dass mein Vater uns häufig mitgenommen hat und mir die Schweine im Stall näher gebracht hat.

00:04:45: Da hab' ich einfach eine sehr enge Bindung schon von Anfang an aufgebaut.

00:04:48: dementsprechend dann auch die Idee oder ja... ...die Entscheidung das Landwirtschaftsstudium aufzunehmen Und dann, wie gesagt nicht unbedingt so schnell die Entscheidung hier auch wieder zurückzugehen.

00:04:57: Aber doch heute bin ich froh, dass sich auch nicht solange damit gehadert habe.

00:05:00: und als ich siebenundzwanzig war, bin ich zurück in die Region gekommen.

00:05:03: Ich hab erst noch einen Beruf oder einen Job getätigt bei der ISN, der Interessengemeinschaft der Schweinehalter als politische Referentin.

00:05:11: Hab also dort früh auch schon die Themen mitbekommen rund um Umweltschutz, Tierschutz was alles auf die Schweine Halte einprasselt, wie sich Schweinehaltung auch verändern soll und muss Und das hat mir sehr stark geholfen, die Gesetze dort mit zu betreuen.

00:05:25: Die mich wirklich dann hier auch im Betrieb betroffen haben und deswegen auch vielleicht so schnell die Entscheidung hier etwas verändern zu wollen.

00:05:31: Dann war es eben so dass wir in dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn mit der sogenannten Initiative Tierwohl gestartet haben also schon im Schweinestall etwas mehr gemacht haben als der gesetzliche Standard Bedarf, das ist ja die heutige Haltungsform II.

00:05:43: Die mögen vielleicht viele kennen aber da habe ich eben gemerkt dass das reicht mir noch nicht.

00:05:47: Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

00:05:49: Ich möchte eben dass die Schweine noch mehr ihren natürlichen Verhaltensweisen näher kommen können und deswegen auch sehr schnell die Entscheidung die Stelle umzubauen.

00:05:57: Wir haben auch ein Stall neu gebaut.

00:05:58: hier wo wir jetzt zum Beispiel stehen es ist ein ehemaliger Schweinesteil gewesen bis vor zwei

00:06:02: Jahren.

00:06:04: Hier lebten auch Schweine drin genau.

00:06:06: Aber aus diesen Altgebäuden war es dann schwierig auch Ausläufe mit dran zu bauen wo die Schweine nach draußen können.

00:06:11: Und da muss ich auch sagen, hat sich der Landkreis Diepols wirklich sehr kooperativ gezeigt, der uns dann eben mit Baugeniehmungen ermöglicht hat, dass wir einen neuen Stall in Erhaltungsform IV bauen konnten vor zwei

00:06:20: Jahren.

00:06:21: Das kann man sich gar nicht vorstellen, dass hier mal ein Schweinesteil drin gewesen ist irgendwie?

00:06:25: Ja!

00:06:25: Ich kann mich dann noch sehr gut daran erinnern, auch aus meiner Kindheit weil das... Also ja es sind natürlich schon Generationen vor mir tätig gewesen und ich kenne die Bilder wie mein Großvater und mein Vater diese große Halle, wo dieser Schweinestall sich darum befunden hat gebaut haben.

00:06:38: Das wiegt natürlich dann auch immer mit.

00:06:40: Auf der einen Seite, das finde ich auch das Schöne in der Landwirtschaft die Tradition zu bewahren, alte Familien-Traditionen zu bewahrn – auch wirklich sehr!

00:06:47: Ich bin so dankbar und weiß es zu schätzen was meinen Vater und Großvater hier aufgebaut haben aber eben auf der anderen Seite Offen zu sein für Neues, für Innovation eben auch zu erkennen.

00:06:58: Nachfrage die Nachfrage hinsichtlich Ernährung ändert sich.

00:07:02: Schweinesfleisch wird nicht mehr so viel verzehrt das wirklich auch bewusst wahrzunehmen und dann eben neue Wünsche zu erkennen.

00:07:09: wann hast du denn gemerkt dass was ich mache?

00:07:11: Das hat wirklich Wirkung.

00:07:12: gab es da so ein Schlüsselmoment für dich?

00:07:17: Das gibt es schon häufig, weil Ernährung oder Lebensmittel herzustellen.

00:07:20: Das hat eben eine besonders große Wirkung, weil da eben so viele Menschen auch von leben können und das wertschätzen können.

00:07:28: Insofern ist das täglich schon der Fall.

00:07:30: aber

00:07:31: gerade jetzt in Bezug auf eine höhere Haltungsform habe ich gemerkt bei Kindern.

00:07:34: wir haben hier häufig Schulklassen oder Kindergärten auf dem Hof Oder auch Kinder aus dem Dorf die sagen Es ist toll dass wir jetzt wirklich mal Schweine wieder live sehen können.

00:07:42: Und das war auch einer der Gründe warum wir so transparent und offen bauen wollten wirklich einen Zugang schaffen möchten, dass jeder sich auch wenn er mit dem Fahrrad vorbei fährt oder so die Schweine anschauen kann und das wir da nichts irgendwie hinter verschlossenen Türen tun.

00:07:55: Dass das einfach wieder etwas transparenter wird.

00:07:59: Was bedeutet für dich der Begriff Zukunftsmacherin?

00:08:02: Zukunftsmacherin ist natürlich ein ganz toller Begriff weil er so vieles beinhaltet.

00:08:08: zum Einen die Macherin als Frau hier auf dem Hof, das war um ehrlich zu sein auch nicht immer einfach.

00:08:16: Mein Vater hat mir sehr früh Selbstvertrauen geschenkt und sehr schnell gesagt ich glaube an dich, anstatt irgendwie die Frage zu stellen schaffst du das?

00:08:25: Also das war für mich sehr wertvoll auch wie gesagt alle Mitarbeiter hier im Team haben das wohlwollend aufgenommen dass sie nun eine Frau als Chefin haben, was vielleicht auch nicht immer so einfach ist.

00:08:34: Und ich finde das ist in jedem Betrieb, sodass Aufgaben verteilt werden und so ist es bei uns eben auch und nicht jeder muss alles irgendwie können.

00:08:41: also deswegen schon mal schön dass da bei der Zukunftsmacherin explizit auf die Frauen mit, dass man sich darauf fokussiert Und zum anderen eben, weil mir die Zukunft unseres Betriebes auch so wichtig ist insgesamt.

00:08:53: Die Zukunft der Landwirtschaft nicht nur durch den Klimawandel sondern auch die Herausforderung im Bereich Tierwohl-Umweltschutz was ich angesprochen habe das sind wirklich alles enorme Hürden die wir nehmen müssen.

00:09:02: und da dem Betrieb resilient und zukunftsorientiert aufzustellen ist nicht immer so einfach wenn man nicht genau weiß in welche Richtung sich Märkte entwickeln und wenn man mir dazu traut dass ich eben ja doch Entscheidungen treffen kann die für die Zukunft positiv sind Sandwirtschaft, Schweinehaltung nach vorne bringen.

00:09:21: Dann freut mich das natürlich total und dann ist das ein schöner Begriff den ich annehme weil dann hat es auf der einen Seite etwas dass sich versuchen möchte je dem Betrieb altes zu bewahren aber gleichzeitig eben offen für Neues zu sein und ich glaube so gehts vielen die jetzt nominiert sind zu einer Zukunftsmacherin dass man nicht nur an morgen denkt sondern eben auch seine Schlüsse aus der Vergangenheit zieht.

00:09:44: Wann hast du das letzte mal gedacht?

00:09:45: Das wohnt sicher alles was ich mache

00:09:47: Dass sich das lohnt?

00:09:48: Ja.

00:09:51: Ich bin jetzt gerade wieder seit sechs Wochen Mutter von einem ganz süßen kleinen Baby und vielen Dank, genau!

00:09:58: Und das sind natürlich dann immer wieder Momente wo man merkt irgendwie dass wenn die Kinder so erleben wie Landwirtschaft und Familienleben hier zusammen funktionieren kann Dann ist es ein super großes Geschenk weil die das auch so... ich meine sie sind jetzt noch sehr jung und man weiß nie in welche Richtung das geht aber Die wissen es einfach schon sehr zu schätzen, dass sie zwischendurch auf dem Trecker mitfahren können.

00:10:17: Dass die morgens mit innen steigen können machen das jetzt freiwillig in ihren Ferien und da sind ehrlicherweise so Dinge für die lohnt es sich doch sehr.

00:10:25: Ja auch wenn wir jetzt zum Beispiel heute Abend werden wir Ernte fest haben Wir sind mit der Getreide-Ernte durch.

00:10:30: Wenn wir dann mit unseren Mitarbeitern zusammensetzen Und ein Erntebiertrinken und eine Wurst auf den Grill schmeißen Dann sind das auch sehr schöne Momente wo man einfach sieht die letzten zehn Monate darauf hingearbeitet, dass das Korn wächst und dass wir Ertrag ernten.

00:10:43: Und dass daraus eben wieder Lebensmittel hergestellt werden können.

00:10:46: Dann ist es an so einem schönen Sommerabend wie heute Abend wird das dann beendet sein.

00:10:49: Da sind natürlich auch alle stolz.

00:10:51: Es ist diese Gemeinschaft hier auf dem Hof.

00:10:54: auszubildende jedes Jahr zwei.

00:10:56: Das ist eine tolle Gemeinschaft, die leben bei uns mit im Haus und sind einfach auch immer dabei.

00:11:01: Wir lernen von den jungen Menschen, sie lernen sicherlich auch von uns einiges, hoffe ich!

00:11:05: Und so ist das irgendwie ein gutes Miteinander.

00:11:07: also wir sind hier wirklich ein großes gutes Team.

00:11:11: Ja, macht das so Spaß jeden Tag auch wenn man sicherlich oder ich auch Momente dabei habe wo ich denke oh mir wächst es über den Kopf und es ist viel in der Organisation.

00:11:19: Und gerade jetzt mit den vier Kids aber auch da muss ich lernen Hilfe anzunehmen und Prioritäten zu setzen und dann schafft man das irgendwie gemeinsam.

00:11:28: Das wären fast super schöne Abschlussworte, aber ich bin noch nicht ganz fertig.

00:11:31: Ich möchte noch ein kleines Spiel mit dir

00:11:32: spielen.

00:11:33: Klingt wild, aber ist es gar nicht?

00:11:34: Ich möchte eigentlich nur dass du mir vier Sätze beendest.

00:11:37: Okay!

00:11:41: weil ich Tierwohl, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit in der Schweinerhaltung zusammendenke.

00:11:48: Die Welt braucht mehr Menschen die?

00:11:52: Die

00:11:53: bewusst

00:11:54: regionale Lebensmittel einkaufen!

00:11:57: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte dann...

00:12:03: Ich glaube darin sind wir schon sehr gut aber ich wünsche es mir natürlich immermehr eine wertschätzende Haltung gegenüber der Tierhaltung.

00:12:10: Aber wie gesagt, ich glaube im Landkreis Diepolz wird es schon sehr wertgeschätzt und es gibt viele Landwirte so wie ich die da meinen Beitrag zu leisten oder die ihren Beitrag dazu leisten wollen dass wir ja eine gesellschaftliche Akzeptanz hinkriegen in der Tierhaltung aber auch in der Landwirtschaft im Allgemeinen.

00:12:26: Der letzte Satz...

00:12:40: sehe, dass die Entscheidung, die ich treffe mein unternehmerisches Denken das wirklich

00:12:44: funktioniert.

00:12:45: Also es sind einfach viele Entscheidungen jeden Tag zu treffen und Ich glaube es ist dann auch immer schwierig, sich fünf oder zehn Jahrespläne zu setzen.

00:12:54: Sondern einfach zu sehen der Tag hat jetzt so funktioniert die nächste Woche funktioniert da denke ich jetzt ehrlicherweise gar nicht immer so weit im Voraus weil auch vieles in der Landwirtschaft unplanbar ist.

00:13:04: Wetter ist unplan bar Dann kann etwas kaputt gehen an den Maschinen.

00:13:08: Da muss man eh wieder umdisponieren.

00:13:09: Also einfach da wirklich den Kopf oft hier und jetzt zu behalten das setzt immer wieder kleine Steps für die Zukunft dass wir erfolgreich weiter agieren können Genau.

00:13:21: Super!

00:13:22: In diesem Sinne vielen, vielen Dank fürs Zuschauen und Zuhören Und liebe Geser ich drück dir die Daumen.

00:13:28: Vielleicht wirst du ja unsere nächste Zukunftsmacherin.

00:13:30: Ganz

00:13:31: herzlichen

00:13:31: Dank.

00:13:31: schön dass ihr da wart.

00:13:32: Sehr gerne

00:13:33: Tschüss.

00:13:44: Hallo und herzlich willkommen zur nächsten Folge der Zukunftsmacherinnen.

00:13:48: Wenn ihr nicht ganz genau wisst, um was das eigentlich in diesem Projekt geht, schaltet gerne mal zur ersten Folge.

00:13:53: dort wird euch alles ganz genau erklärt wie es hier so im Projekt läuft und warum ich mit diesen ganzen Damen spreche.

00:14:00: Ich habe heute die nächste Nominierte für die Zukunftsmacherin hier sitzen.

00:14:04: Das ist Frau Mandy Hain.

00:14:05: Sie ist Gründungsmitglied vom Sika-Flüchtlingscafé.

00:14:08: Ist das korrekt?

00:14:09: Hallo ja, das ist richtig.

00:14:12: Erzähl mir doch mal von deiner Idee oder deinem Engagement.

00:14:15: Wie kommt das alles?

00:14:16: Wie ist das passiert?

00:14:18: Das ist eine ganz lange Geschichte, weil das Flüchtlingscafé gibt es schon inzwischen über zehn Jahre.

00:14:23: Oh, so lange!

00:14:23: Genau, zwei Tausend Fünfzehn.

00:14:25: Ah!

00:14:26: Genau.

00:14:27: Entstanden... Damals man nannte das so schön die große Flüchtlingswelle.

00:14:34: Zwei Fünftzehn haben wir alle mitgekriegt und die heißen Kommentare wurden immer mehr.

00:14:43: Das nehme ich immer noch seit Mitte, es tut mir leid.

00:14:46: Und im Jahr zwei Tausend Fünfzehn hat man ja das sogenannte große Flüchtlingswelle.

00:14:53: und dann hat unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel eine Ansprache gehalten im Fernsehen auch wo sie diesen brunten Satz gesagt hat wir schaffen das!

00:15:05: Ich habe vor dem Fernseher gesessen.

00:15:08: Wie denn?

00:15:10: Wie sollen wir es denn schaffen, also ich kann ja nicht Facebook aufmachen, Kommentare schreiben.

00:15:16: Also da ist nicht viel geschafft.

00:15:18: und dann habe ich mir überlegt das hier irgendwie aktiv werden möchte hatte aber nicht so richtig eine Idee was macht man denn und hab mich damals an die Diakonie gewendet.

00:15:28: Hab gesagt Ich möchte mich gerne engagieren Das ist wichtig für mich.

00:15:31: Was kann ich denn tun?

00:15:33: Und damals hat Die Stadt Siegel zur Kurse angeboten als Integrationshelfer.

00:15:39: Aber das war im Sommer bei mir und der nächste Kurs hätte im Herbst stattgefunden.

00:15:45: Ich wollte ja nicht warten,

00:15:46: man will das

00:15:47: dann auch sofort machen.

00:15:48: Es sollte losgehen!

00:15:50: Und denn eigentlich war da schon beim Raus gehen... Da hatte Herr Stephens damals ... Johann Stephens war das noch zu mir gesagt was in Sie gefehlt ist ein Begegnungskaffee.

00:16:00: Das war der Startpunkt von unserem Café.

00:16:04: ich bin nach Hause gefahren total aufgeregt, habe damals einen guten Freund angeschrieben und dann haben wir direkt den ersten Abend bis nachts um zwei glaube ich zusammengesessen und haben irgendwie ein Konzept geschrieben.

00:16:17: Haben uns das überlegt?

00:16:19: Haben das denn bei der Diakonie wieder vorgelegt?

00:16:21: Und das war die Geburtsstunde am fünfundzwanzigsten September zweitausendfünfzehn Wow!

00:16:28: Genau, da ging es los.

00:16:29: Können

00:16:29: wir bald Geburtstag feiern im Café?

00:16:32: Letztes Jahr war ja zehnjähriges das haben wir groß gefeiert, das war richtig schön.

00:16:36: Schön.

00:16:37: und

00:16:38: also wie hat das Ganze angefangen.

00:16:39: du sagtest eben dass ihr ein Konzept geschrieben habt und dann die Idee geboren.

00:16:44: war der Weg der Öffnung dann schwierig?

00:16:47: man muss auch Räumlichkeiten

00:16:49: usw.

00:16:49: finden.

00:16:52: Wir hatten ja schon einen Kontakt zur Diakonie.

00:16:56: Über die evangelische Kirche konnten wir das Gemeindehaus nutzen, die haben uns in Saar als zur Verfügung gestellt.

00:17:02: Das war total zauberhaft!

00:17:03: Dann haben wir eine Facebook-Seite eröffnet um das überhaupt publik zu machen und die Zeitung hat berichtet... Und beim ersten Treffen ist es verwitzig.

00:17:14: Da waren eigentlich nur Deutsche da.

00:17:19: Die Hilfsbereitschaft war riesengroß.

00:17:21: Wir haben das erst mal genutzt, um so ein Netzwerk aufzubauen.

00:17:24: Wir haben Adressen ausgetauscht – wer kann was?

00:17:26: Es waren auch wirklich Lehrerinnen dabei in Rente, die sich vorstellen konnten Deutschkurse zu machen.

00:17:34: Das war schon gut und dann ging es nach und nach los.

00:17:37: Die Stazike hat uns unterstützt, dass denn eben auch neu angekommene Geflüchtete unserer Adresse gegeben wurde.

00:17:45: Und so lief das dann.

00:17:47: Wir wurden finanziell unterstützt am Anfang von der Diakonie, gerade die Flyer.

00:17:52: Es war ja alles privat und wir hatten gar keine Gelder.

00:17:55: Statt Sieger hat noch was dazu gegeben auch am Anfang.

00:17:58: Wir haben Kaffee und Kekse und sowas gekauft.

00:18:01: Da haben wir mal ein Hundert Euro gekriegt.

00:18:04: Anfangs sodass wir das eben gut wuppen konnten.

00:18:07: Welche Probleme wollte ihr mit eurem Projekt

00:18:10: lösen?

00:18:14: Erster Linie ging es erst mal auch darum, einen Ort zu schaffen wo die Menschen ankommen können.

00:18:21: Dass sie sich willkommen fühlen auch.

00:18:26: Es gibt ja dieses abfällige Wort der Bahnhofsklatscher.

00:18:30: Kennen wir alle?

00:18:31: Wir haben im Gemeinderhaus geklatscht.

00:18:35: Das war so... das waren die Grundidee, dass wir erstmal einen Raum bieten wo die Leute ankommen und merken ich bin hier willkommen.

00:18:44: Also die haben ja alle Internet und selbst wenn das vielleicht mit der Sprache noch nicht so geklappt hat, aber die haben das ja mitgekriegt wie groß die Hasswelle auch war.

00:18:54: Und da wollten wir einfach so ein Gegenpol sein.

00:18:57: Und wann hast du gemerkt woher das was ich hier mache?

00:19:01: Hat Wirkung?

00:19:02: gab es da so einen Schlüsselmoment

00:19:03: für dich?

00:19:05: Es sind jetzt über zehn Jahre.

00:19:07: Das ist natürlich... also wir haben viele wirklich viele tolle Erlebnisse gehabt, die Menschen, die zu uns gekommen sind mit ihren Kindern.

00:19:19: Da haben die Kinder jetzt Abitur gemacht und einige studieren.

00:19:22: Wir haben das ja so im Mama-Papa-Sint in Arbeit.

00:19:26: Die sind wirklich gut integriert.

00:19:27: Sie kommen nicht mehr regelmäßig, weil sie ihr eigenes Leben haben oder Schicht dabei.

00:19:33: Aber wenn wir Feierlichkeiten haben, sind es alle da!

00:19:37: Und das war einfach toll, das mitzuerleben.

00:19:39: Diesen Weg der Integration und dass es wirklich funktioniert wenn die Leute eine Chance kriegen und begleitet werden.

00:19:46: Ja, das gibt ja noch wahnsinnig viel fürs Herz muss man ja mal ganz ehrlich sagen.

00:19:50: Was bedeutet für dich denn eigentlich der Begriff Zukunftsmacherin?

00:19:56: Das

00:19:58: ist schwierig.

00:19:58: Ich weiß ich bin begegnet von meinen schwierigen Fragen.

00:20:02: Dass es wirklich schwierig ist.

00:20:03: Ich wurde ja nominiert und habe gedacht hoch!

00:20:10: Ich glaube, also so wie ich das für mich interpretiere.

00:20:13: Wenn ich bin jetzt nominiert als Zukunftsmacherin, dass ich einfach denke... Also meine Idee ist es gibt wahrscheinlich ganz viele tolle Projekte.

00:20:21: unser Projekt oder mein Projekt ist eben Menschen zusammenzubringen Brücken zu bauen für Demokratie-Menschenliebe einzustehen und das ist glaube auch wichtig gerade in unseren Zeiten.

00:20:34: Es wird immer rauer wir wissen nicht wie es politisch weitergeht.

00:20:39: Das ist so das große Ziel, dass auch in Zukunft niemand am Rande steht und hier eine Stimme kriegt.

00:20:45: Und gesehen wird.

00:20:47: Wann hast du denn zuletzt gedacht, oh das lohnt sich alles was ich hier mache?

00:20:53: Also vielleicht darf ich kurz ausholen.

00:20:55: Am Anfang war das Orga-Team riesengroß.

00:20:59: da waren immer mindestens über zehn Menschen im Orga Team Die mitgeholfen haben, die Beiträge geleistet haben und das ist nach und nach immer weniger geworden.

00:21:11: Inzwischen sind wir noch zu zweit, sage ich mal.

00:21:15: Und das ist natürlich auch anstrengend.

00:21:18: Also manchmal... also für mich ist es auch an strengend!

00:21:21: Ich habe einen Vollzeitjob, ich hab' noch andere Dinge, die ich so tue.

00:21:26: Und manchmal ist es anstrendend.

00:21:27: eigentlich hätte ich halt drei Feierabend.

00:21:29: jetzt gehe ich aber jeden Freitag dann noch einkaufen und dann das Flüchtlingscafé aufmachen.

00:21:34: Wenn ich ganz ehrlich bin, manchmal denke ich

00:21:37: so.

00:21:39: Aber um auf die Frage zurückzukommen jedes Mal wenn ich aufschließe und die Kinder da sind und das Leuchten in den Augen der Menschen dann denke ich es lohnt sich und ist eine schöne Sache was wir hier machen.

00:21:55: Wir haben einmal Wann war denn das?

00:21:59: Überhaupt vor ein paar Jahren, als es mit der Wandseekonferenz der sogenannten war.

00:22:05: Da ging ja durch ganz Deutschland dieser große Rok viele Demonstrationen und da haben wir vom Flüchtlingscafé relativ schnell auch eine Demo auf dem Zigarathausplatz organisiert wo dann unsere Gäste alle mit auf die Bühne gegangen sind.

00:22:23: Die haben alle das Mikro in der Hand gehabt.

00:22:27: Das war zauberhaft, weil wir das ganz kurzfristig auch geübt haben.

00:22:31: Und zwar haben die AfD-Zitate vorgelesen.

00:22:34: Oh Gott!

00:22:37: Da kriegt man ein bisschen den ganzen Haut,

00:22:39: ne?

00:22:39: Also wenn das so pffft... Entschuldigung.

00:22:44: Also das fand ich aus so einem großen Beweis von Ihnen, dass Sie so...

00:22:50: oh Gott, Entschulung ist es nicht schlimm.

00:22:54: Also Liebesbeweis ist ja völlig das falsche Wort, aber dass sie gesagt haben wir machen das und die stellen uns mit dir auf die Bühne.

00:23:03: Und wir organisieren das gemeinsam.

00:23:06: Da habe ich so für mich gemerkt da kriege ich ganz viel zurück.

00:23:11: Das kann ich mir gut vorstellen!

00:23:12: Das klingt auch sehr ergreifend.

00:23:16: Ja das kann ich nur vorstellen... Aber wir beiden sind schon fast fertig.

00:23:21: Also ich würde gerne mit dir noch stundenlang quatschen, aber wir müssen ja ein kleines bisschen auf unsere Hörerinnen und Hörere achten.

00:23:27: Ich habe

00:23:27: nur noch einen kleinen Spielchen für dich vorbereitet.

00:23:30: Ist vielleicht

00:23:31: ein bisschen schwierig, aber nimm die ruhig Zeit!

00:23:33: Ich möchte nämlich das zu mir bitte einmal vier Sätze beenden.

00:23:38: Und der erste Satz ist...

00:23:50: Miteinander besteht, sich gegenseitig zuhören.

00:23:53: Brücken bauen für einander da sein.

00:23:56: Okay der nächste Satz?

00:23:58: Die Welt braucht mehr Menschen die...

00:24:02: aufeinander Acht geben, füreinander einstehen, sich gegenseitig wertschätzen und auch Menschen einfach mal so sein lassen wie sie sind.

00:24:13: weniger Kritik sondern vielleicht mal hinter Hinter die Fassade gucken, auch überlegen warum ist ein Mensch so?

00:24:21: Man urteilt so schnell.

00:24:22: Verurteilt Menschen so schnell und das würde ich ganz wichtig finden.

00:24:29: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte dann

00:24:32: wenn ich morgen Etwas in meiner region verändern Könnte Denn würde ich mir wünschen dass wiederholt sich also mein Wunsch dreht sich alles um das gleiche omnia vincet armor wie es hier auf meinem arm steht mein lebensmotto dass wir auch in der Region Diebholz mehr zusammenwachsen und nicht gegeneinander, sondern miteinander.

00:24:51: Jeder macht's seins!

00:24:52: Es gibt jetzt zehn Zukunftsmacherinnen, jede macht ein tolles Projekt und das wir das nebeneinander einfach stehen lassen und gemeinsam Tolles schaffen.

00:25:02: Und jetzt die letzte.

00:25:03: Dann hör ich an auf – der letzte.

00:25:05: Die Zukunft beginnt für mich wenn?

00:25:08: Die Zukunft beginsnt für sich persönlich.

00:25:12: immer dann, wenn ich Menschen erreiche wenn ich in meinem Tun merke oder Feedback kriege, dass es ankommt.

00:25:20: Wenn Menschen so ein bisschen von meiner Idee mitnehmen können entweder weil sie selber von mir erlebt haben die Arme auf sind und das ich da Verständnis habe oder bei uns im Café, wenn die Kinder ... sind halt auch sehr anhänglich.

00:25:35: Das ist für mich auch so ein Stück weit Zukunft, dass ich denke diese kleinen Menschen merken, da ist jemand der sie mag der für sie einsteht.

00:25:45: oder auch beruflich arbeite ich ja mit Menschen mit Beeinträchtigung.

00:25:49: Und auch da ist es ja so fördern und fordern, dass man auch da was mitgeben kann.

00:25:54: Das denke ich ist gar nicht meine Zukunft sondern das ich für die Zukunft der anderen vielleicht ein Stück so einen Impuls geben kann.

00:26:04: Prima!

00:26:06: Nein, die beiden sind schon durch.

00:26:08: Gehen ganz schnell und tat gar nicht weh oder?

00:26:10: Ein bisschen schon!

00:26:13: Liebe Hörerinnen und Behörer das war's für diese Folge.

00:26:15: bis zum nächsten Mal.

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