Die Zukunftsmacherin - Peggy Schierenbeck, Inge Ringel & Betty Wienberg

Shownotes

Was braucht es, um Zukunft zu gestalten?
Eine gute Idee, Mut – oder einfach den Willen, etwas zu verändern?
In der ersten Folge stellen wir das Projekt „Zukunftsmacherin 2026" der Mediengruppe Kreiszeitung vor. Peggy Schierenbeck erklärt, was hinter der Aktion steckt und warum wir engagierte Frauen aus dem Landkreis Diepholz suchen.
Außerdem werfen wir einen ersten Blick auf zwei der Nominierten: Inge Ringel und Betty Wienberg erzählen von ihren Projekten und davon, was sie antreibt, etwas für unsere Region zu bewegen.
Damit beginnt unsere Reise zu zehn Frauen und ihren ganz unterschiedlichen Ideen davon, wie Zukunft aussehen kann.
„Zukunftsmacherin 2026" – der Podcast der Mediengruppe Kreiszeitung.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zur allerersten Folge der Zukunftsmacherinnen.

00:00:04: Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir sitzen, die liebe Peggy Schierenbeck unsere Schirmherrin des ganzen Projektes.

00:00:10: Und

00:00:11: Peggy wenn du den

00:00:12: Begriff Zukunftsmacherin hörst was heißt eigentlich für dich?

00:00:17: Ach ja das jemand ist eine Frau etwas Gutes für die Zukunft, für uns alle gestaltet.

00:00:27: Egal auf welchem Wege sie das tut.

00:00:30: Aber eine Zukunftsmacherin ist für mich eine Frau, die die Zukunft besser macht.

00:00:35: Das ist für meine Zukunftmacherin.

00:00:37: Dann bist du ja im Grunde auch eine Zukunftsmacherin?

00:00:40: Weil stelle dich bitte gerne einmal ein kleines bisschen vor.

00:00:43: unsere Hörerinnen und Hörern kennen dich ja noch

00:00:44: gar nicht!

00:00:45: Ja ich bin Pegi Schierenbeck, als Schausstellerin geboren... Ich habe mit meinem Mann viele, viele Jahre einen Social-Unternehmen gehabt an der Achterbahn im Dunkeln.

00:00:55: Und ein Coach für Führung und Kommunikation.

00:00:59: das war so mein eigener persönlicher Lebenstraum.

00:01:01: den hab ich mir vor über fünfzehn Jahren dann erfüllt in verschiedenen Weiterbildungen und dann bin ich auch noch im Bundestag gelandet.

00:01:10: In der zwanzigsten Legislatur durfte ich Mit wie das deutsche Bundestag ist, dann habt ihr auch eine ganze Menge gelernt.

00:01:18: Und jetzt darf ich die schirmherrende Zukunftsmacherin sein.

00:01:24: und dass es etwas total schön ist, da bin ich sehr stolz drauf!

00:01:27: Das kann

00:01:27: ja auch voll verstehen.

00:01:28: Es ist ein ganz tolles Projekt was wir heute erst mal ein kleines bisschen erklären müssen.

00:01:33: Muss man denn eigentlich was Großes bewegen oder beginnt Zukunft machen?

00:01:37: Auch manchmal mit etwas

00:01:38: Kleinen?

00:01:40: Es beginnt ja meistens mit etwas Kleinem.

00:01:43: Das beginnt mit einer Idee und das wir eben auch festgestellt haben bei den Frauen, die wir nun auch nominiert haben oder auch die nominierte worden sind, dass sie das gar nicht für andere machen sondern aus ihrer eigenen Überzeugung heraus haben gesagt Nein!

00:02:01: Das will ich so nicht.

00:02:03: Ich merke Wir haben diesgesellschaftliche Probleme und dies gesellschaftliche Anliegen Und da will ich entgegenwirken Und das finde ich so speziell daran, also dieses intrinsische Motiv die Welt ein bisschen besser zu

00:02:18: machen.

00:02:19: Das ist für mich die Zukunftsmacherin.

00:02:21: Also möchtest du ja im Grunde auch sichtbar machen was eigentlich zu wenig gesehen wird oder?

00:02:26: Genau!

00:02:26: Also viele waren ja wohl auch sehr überrascht über Nominierung und das ist ja auch ein schönes Zeichen finde ich.

00:02:32: und genau um das sichtbaarzumachen zu zeigen Schau mal, wir sehen das.

00:02:39: Andere Menschen sehen das und haben dich nominiert als Zukunftsmacherin.

00:02:43: Und das finde ich schön und eine Tragweite bekommt und eine Sichtbarkeit bekommt.

00:02:50: Das finde ich großartig, dass sich damit helfen darf.

00:02:54: Warum ist es denn gerade jetzt wichtig engagierte Frauen aus der Region vorzustellen?

00:03:00: Ich glaube gar nicht!

00:03:01: Es war... dass es jetzt wichtig ist.

00:03:03: Ich denke, das war schon immer wichtig und es wird auch immer wichtig sein.

00:03:08: aber ich finde wir dürfen Frauen einfach noch so ein bisschen bisschen pushen.

00:03:16: Zeigen, schau mal!

00:03:18: Das musst du gar nicht im Verborgen machen, das ist so toll, das darf die ganze Welt sehen also unser ganzer Landkreis Teepols zumindest schon Mal.

00:03:25: Darf das sehen?

00:03:26: Und dieses...ich zeig.. Wir machen's sichtbar gut für Frauen.

00:03:30: Da wir immer noch das Problem haben, dass Frauen ihr Licht unter den Schäffel stellen, dass vorsichtig schubsen müssen, damit sie sich Dinge trauen die sie eigentlich können aber diese sich nicht zutrauen.

00:03:47: Das Prinzip dieser gläsenden Decke dass Frauen sagen ja das darf ich ja nicht ah nee das müssen andere machen müssen Männer machen wie auch immer und das ist eben auch ein Projekt zu sagen ey schon mal was alles geht guck mal was diese Frauen diese Frauen jetzt nominiert sind sind hier auch ein Beispiel für andere Frauen und ich finde so ein wichtiges Zeichen

00:04:08: eben auch.

00:04:09: Was denkst du, können wir von den Frauen lernen die jetzt nominiert sind für die Zukunftsmacherinnen?

00:04:14: Was ich was ich lerne und gelernt habe von den Zukunftsmachern ist dass sie das wir uns vielleicht viel viel stärker vertrauen sollten.

00:04:24: Wir sind sehr nach außen gerichtet.

00:04:26: oft erfüllen Dinge Frauen tun das ganz besonders dort überall eine wirklich intrinsische Motivation vorlag.

00:04:35: Egal was es umfällt, gesagt hat haben sie's trotzdem gemacht.

00:04:40: und das ist das, was ich glaube das größte Learning und auch die größte Erlaubnis auch ist zu sagen ja du hast da was in dir spürt er mal rein!

00:04:52: Du hast einen Wunsch der dich vielleicht schon viele viele Jahre begleitet und macht das einfach fang irgendwo an.

00:05:00: Denn das haben die ganzen Zukunftsmacherinnen auch getan.

00:05:03: Die haben irgendwo angefangen, die hatten eine Idee... ...dann haben sie das vielleicht auch erzählt, es gab nicht immer Zustimmung so.

00:05:10: und dann haben sie gesagt mal über trotzdem Und ich finde dass ist so wichtig sich selbst ein Stück weit mehr zu vertrauen auf das was in einem liegt, was raus möchte wofür wir hier auch auf dieser Welt sind um das zu zeigen.

00:05:24: Das ist ja im Grunde auch eine Eigenschaft, die die Teilnehmerinnen alle gemeinsam haben.

00:05:28: Am Anfang steht die Idee.

00:05:30: Was denkst du, haben die Damen noch alles gemeinsam?

00:05:36: Schwierige Frage ich weiß!

00:05:39: Ja vielleicht... das was ich gerade schon gesagt habe dieses Ich mach das jetzt einfach.

00:05:47: Auch gegen Widerstand.

00:05:50: Denominierten Frauen, die wir in den kommenden Folgen alle vorstellen Engagieren sich ja wirklich in den unterschiedlichsten Bereichen, privat, beruflich, ehrenamtlich, gesellschaftlich.

00:06:01: Warum ist es so wichtig dieses Engagement von jeder einzelnen sichtbar

00:06:06: zu machen?

00:06:07: Na ja, weil die Bereiche so unterschiedlich sind.

00:06:09: Das ist auch faszinierend, dass sich das quasi auch so ergeben hat in den Nominierung, dass diese Bandbreite da ist und es sind alles wichtige Bereiche.

00:06:17: Und ich denke mal alle Zuschauerinnen und Zuschauer jetzt, die das sehen oder auch die bei der Gala dabei sein werden oder die Kreiszeitung dann verfolgen werden also... Die Idee verfolgen werden ist, dass wir uns hier auch zu verschiedenen Bereichen hingezogen fühlen.

00:06:35: Wir haben Landwirtschaft mit dabei!

00:06:37: Wir haben Flüchtlingshilfe mit dabei, wir haben gegeneinsame Herzen.

00:06:41: was mit dabei... ...wir haben so viele verschiedene Projekte mit dabei und jeder fühlt sich woanders hin gezogen und jeder wird auch von etwas anderes getriggert werden.

00:06:52: Und deswegen finde ich es wichtig, Auch Landwirtschaft ist unterschiedlich, was gezeigt wird.

00:06:58: Auch Flüchtlingsarbeit ist unterschiedlicher als gezeigt wird.

00:07:01: also es ist ja immer nicht nur ein Weg der nach Rom führt sondern es gibt einfach verschiedene Möglichkeiten sich aktiv zu einzubringen und glaube das ist so dass uns triggern hier unterschiedliche Dinge.

00:07:18: deswegen bin ich froh über diese Bandbreite die da

00:07:20: ist Und ich muss die ganz ehrlich sagen, ohne jetzt die folgenden Folgen zu spoilern.

00:07:25: Ich bin ganz froh dass ich nicht in einem Komitee drin bin... ...die Gewinnerin ausblosen oder erfinden muss!

00:07:32: Weil diese Projekte sind allesamt ganz ganz toll.

00:07:35: Also jedes einzelne Projekt ist wirklich richtig schön und also ich hätte wirklich Probleme mich dann zu entscheiden

00:07:43: Ja das war Da haben wir auch ein bisschen Zeit mit zugebracht, haben uns diese Zeit aber auch gegeben und hatten wirklich ein gutes Punktesystem.

00:07:50: Und das war gut so.

00:07:54: Es gab keine Kämpfe!

00:07:57: Das lief alles friedlich ab?

00:07:58: Ja, aber es lief aus sehr... Begeistert ab, ja?

00:08:07: Also es war nicht so, wir gucken uns das jetzt so durch und ja ist okay.

00:08:10: Sondern wir waren wirklich, wir haben das diskutiert und wir haben wirklich uns darüber ausgetauscht und gesagt, so guck mal, dass ist doch Ja!

00:08:20: Und jeder hatte einen anderen.

00:08:22: Jeder auch in der Jury hat was anderes getriggert und sagt, das finde ich aber besonders wichtig.

00:08:29: Und

00:08:29: ach, das war schon schön.

00:08:30: Sieht dann auch noch einig zu werden ist glaube ich auch nochmal ganz schwierig.

00:08:34: Was braucht es denn eigentlich deiner Meinung nach damit Frauen ihre Ideen und Visionen wirklich umsetzen können?

00:08:40: Das ist ja manchmal nicht so einfach.

00:08:42: Nee, das ist doch manchmal nicht nur einfach.

00:08:44: Also einmal möchte ich jede Frau die das jetzt sieht Doch jeder Mann natürlich Wenn eine Idee da ist, dann hat man manchmal ein wirklich unterstützendes Umfeld und manchmal hat man aber auch einen sehr, sehr demotivierenden Umfeld.

00:09:01: Und du hast das eine, du hast es andere oder du hast vielleicht auch beides?

00:09:05: Und schau wirklich, nimm auch die Kritik an!

00:09:09: Nimm sie auf deine Idee und wenn deine Idee trotzdem besteht... Dann gehe dem einfach nach, suche irgendwo einloses Ende.

00:09:18: Irgendwo beginnt der erste Schritt und das ist der schwierigste eigentlich.

00:09:23: Und dann entsteht auch so eine Kaskade dass sich... Dass der eine Schritte den nächsten hervorruft und dass man seinen eigenen roten Faden findet um diese Idee zu verwirklichen.

00:09:34: Und teste die Idee auch.

00:09:36: Hol dir die auch an den Wort, dich unterstützen, die in der Idee unterstützen musst du nicht alles alleine machen, sondern manchmal entschied daraus auch eine wirklich schöne Gemeinschaft.

00:09:45: Mach

00:09:46: einfach!

00:09:47: Hast du das selber mal erlebt dass eine Frau dich einfach wahnsinnig inspiriert hat oder so einen Impuls gegeben

00:09:52: hat?

00:09:54: Ähm ja doch... Ja, also wenn ich immer bewundert habe war tatsächlich Jane Goodall die genau diesen Weg ja gegangen ist.

00:10:07: Sie hat gesagt niemand kümmert sich um diese um die Affen und die Primaten und sie hat es diesen Weg gegangen hatte unterstütze an den verschiedenen Stellen und hat aber eben in dieser ganzen Bescheidenheit hat sie eine unglaubliche Bewegung hier ins Leben gerufen Und ich mag halt auch diesen Wert der Bescheidenschaft.

00:10:28: Ich mag das sehr Und war beharrlich.

00:10:31: Und Beharrlichkeit war auch immer mein Erfolgsmotor, egal in welchem Bereich, war ich einfach immer beharrlig und das ist eine Frau die mich sehr, sehr inspiriert hat und eigentlich aber auch mein erstes eigenes Coaching dass ich bekommen habe mit six von dreizig oder siebenunddreißig.

00:10:53: wirklich Das hat alles losgetreten.

00:10:58: Nicht das erste Coaching und ohne dieses Coaching wäre ich auch nicht da, wo ich heute bin.

00:11:05: Also diesen ganzen Lauben in mir geweckt hat und diese absolute Erlaubnis gegeben hat in so vielen Bereichen.

00:11:14: also dann bin ich heut noch dankbar für.

00:11:18: Was würdest du denn einer jungen Frau raten die zwar eine Idee hat aber sich doch nicht so... So richtig traut, so den letzten Schritt zu gehen ihr Projekt durchzuziehen.

00:11:31: Ihr

00:11:32: würd ich sagen dass sie es trotzdem machen soll.

00:11:36: wenn sie wirklich von diesem Projekt überzeugt ist dann und alle selbst wenn alle sagen nehmen Gottes Willen soll sie's trotzdem machen.

00:11:46: Sie soll es wirklich wirklich trotzdem machen.

00:11:48: sie soll all ihre Mut zusammennehmen sich so ein Schutzschirm erst mal aufbauen gegen Wienerstände.

00:11:57: Was ist das für eine rückte Idee oder so?

00:11:59: Und sie soll es trotzdem machen in ihrem ganz, ganz kleinen intrinsischen Gefühl der Motivation und der Überzeugung dieser Idee dieses Projektes.

00:12:10: In den kommenden Folgen werden die ganzen Projekte der Zukunftsmacherinnen erläutern.

00:12:14: und was möchtest du denn dass die Menschen nach dem Projekt über die Zukunftsmacherinnen denken

00:12:22: dass sie sich freuen, dass es die Zukunftsmacherin gegeben hat.

00:12:27: Dass sie staunen über das was diese Frauen alles auf die Beine gestellt haben und dass sie motiviert sind ähnliche Projekte anzugehen und dass Sie auch über den Wert der Projekten nachdenken.

00:12:42: also wir haben das ja in verschiedensten Bereichen eben auch wird jetzt bald sichtbar sein auch und dass darüber, was diese Frauen für die Zukunft tun und sich dem auch anschließend das unterstützen.

00:12:57: Und vielleicht auf ihre eigene Art und Weise auch dazu beitragen, dass es erhalten bleibt?

00:13:06: Vielleicht aber auch darüber nachdenken, vielleicht die ein oder andere Meinung doch nochmal zu überdenken und es besser zu machen im Sinne der Zukunftsmacherinnen, im Sinne des Projektes.

00:13:19: Soll ich dir mal was sagen?

00:13:20: Die Beine sind gleich schon fertig.

00:13:21: Ich habe nur noch eine Frage für dich, aber die ist... Ich

00:13:27: finde sie schön!

00:13:29: Was ist denn deine ganz persönliche Botschaft an alle Frauen, die gerade überleben selbst zu Zukunftsmacherinnen zu

00:13:35: werden?

00:13:37: Macht es!

00:13:38: Werdet die Zukunftsmacherin für euch, für eure Umgebung?

00:13:42: Ja diese Frauen sind ja nominiert worden.

00:13:43: Das heißt sie sind ja schon Zukunftsmacherin für ihr Umwelt.

00:13:48: Sie sind nominierend worden und genau das könnt ihr auch sein.

00:13:52: also los geht's!

00:13:54: In diesem Sinne.

00:13:55: Vielen, vielen Dank lieber Peggy!

00:13:57: Ich bin gespannt wer unsere Zukunftsmacherin im Jahr ist.

00:14:01: Wir werden es sehen.

00:14:02: die Gala ist ja auch schon bald und ganz aufgeregt ich werde auch da sein und dann gucken wir mal welche Dame gewinnt.

00:14:09: in den nächsten Folgen werdet ihr dann die ganzen Projekte sehen.

00:14:12: schaut es euch bitte an und drückt den Damen die Daumen und vielleicht seid ihr dann ja auch zwei tausend siebenund zwanzig dabei.

00:14:21: Das wäre schön.

00:14:25: Vielen dank dass ich hier sein durfte.

00:14:29: Vielen Dank dass sich die Schirmherren sein darf.

00:14:33: Bis zum nächsten Mal.

00:14:35: Hallo und herzlich willkommen zum ersten Teil der Zukunftsmacherinnen.

00:14:40: Leider ist die ja, Zukunftsmacherin mit der ich heute eigentlich sprechen wollte verhindert.

00:14:45: deswegen ist sie liebe Pageschierenbeck wieder bei mir.

00:14:48: Hallöchen!

00:14:48: Schön dass du da bist Und wir beiden sprechen über das Projekt von Frau Inge Ringel.

00:14:53: Das ist nämlich ein ganz besonderes Projekt und zwar ist die Frau Ringel Initiatoren- und Klubgründeren für Alleinstehende in Weihe.

00:15:01: Ja

00:15:01: Um welches Projekt handelt es sich denn genau und was steckt eigentlich dahinter?

00:15:06: Dahinter steht das immer wichtiger werdende Thema Einsamkeit, denn wir haben eine Zunahme von Einsamkeiten.

00:15:15: Wir verorten sie bei älteren Menschen aber es ist ein Phänomen, dass ja auch immer mehr jüngere Menschen betrifft bis in die Schulzeit sogar.

00:15:26: Es ist ein ernstzunehmendes Thema.

00:15:29: sich dem angenommen und sie hat eben auch aus sich selbst herausgesagt, so geht das nicht weiter.

00:15:35: Es entstehen Verluste im Alter.

00:15:37: die sind wahrscheinlicher und dem will ich entgegenwirken habe ich meinen Club gegründet und wir machen eine Fünfzig-Veranstaltung im Jahr, also Inge Ringe macht fünfzig Veranstaltungen im Jahr.

00:15:50: Das ist ja schon sehr vieles wo sich Menschen treffen.

00:15:53: sie betont ganz klar es ist kein Heiratsmarkt sondern es geht wirklich darum sich zu treffen für einander da zu sein sich einander ein bisschen Aufmerksamkeit ein bisschen Wärme zu geben Und Sie isst damit ja sehr erfolgreich!

00:16:06: Sie macht das hier schon viele viele viele Jahre.

00:16:12: Sie ist an der Anlaufstelle für ein super wichtiges Thema und sie hat sich dem angenommen.

00:16:18: Es ist auch gewachsen, es hat eben mal angefangen wahrscheinlich mit zwei drei vier Personen Und sie hält das hoch und sie hatten unglaubliches Engagement und deswegen ist die für mich ganz klar eben auch eine nominierte Zukunftsmacherin.

00:16:33: Du sagtest ja auch gerade dass der Verein seit einigen Jahren schon existiert.

00:16:37: Was glaubst du warum dieses Konzept bis heute funktioniert?

00:16:41: Ich würde mal vermuten, dass dahinter steckt auch eine gewisse Freiwilligkeit der Einzelne.

00:16:48: Dass man ohne Zwang auch teilnehmen kann.

00:16:51: aber und ich kann mir auch vorstellen das es aus so gewachsen ist und sich solange auch hält weil wenn man sich irgendwo wohl fühlt Dann sagt man es seinen Freundinnen, seinen Freunden und dann kommt er hinterher.

00:17:06: Es ist schön!

00:17:07: Und ich kann mir vorstellen dass das auch ein Grund ist wenn man in einer netten Gesellschaft ist und man fühlt sich wohl, dann behält man das bei und wird Teil davon.

00:17:16: Es geht ja dabei oder es geht darum Menschen zusammenzubringen.

00:17:21: welche Bedeutung hat Gemeinschaft für die Menschen die dort mitmachen?

00:17:25: was schätzt du?

00:17:27: Naja also wenn ich kein einzelnes Mensch bin sondern geselliger Mensch dann ist es natürlich, dieses Bedürfnis nach anderen Menschen zu stillen.

00:17:38: Deswegen gehen sie dahin, zwingt sich ja keiner!

00:17:40: Es ist ja eine absolute Freiwilligkeit.

00:17:42: und es gibt genügend Menschen die möchten gerne gesellig sein.

00:17:46: Die möchten gerne ratschen, Kaffee trinken, kochen essen, Kartenspielen...

00:17:52: Und das bietet der Verein hier an.

00:17:53: Wir haben da wirklich eine ganz große Bandbreite von Tagestouren über Wochenend-Touren.

00:17:58: Da gibt es da wirklich einiges.

00:18:01: Das kann ein Verein schon gut gegen einsamkeit leisten, einfach die Menschen zusammenzubringen.

00:18:05: Genau!

00:18:06: Ja... Und sie treffen sich ja glaube ich auch regelmäßig in Weier korrekt?

00:18:09: Ja, die treffen sich sehr regelmäßig.

00:18:10: wie gesagt sie macht fünfzig Veranstaltungen im Jahr.

00:18:13: auch und das ist ja auch meine Mutter, die wohnt in der Nähe von München hat sich eine Wandergruppe angeschlossen.

00:18:21: Meine Wanderfrauen sagt sie immer Und die machen auch Tagestouren, jedes Mal wenn ich sie anrufe, ist sie irgendwo anders hin unterwegs.

00:18:29: Und sie ist da sehr glücklich mit.

00:18:30: und das sind dann die Menschen, die Frau Inge Ringel um sich gesammelt hat eben ja auch.

00:18:35: Die sind auch glücklich weil sie gemeinsame Aktivitäten unternehmen können, Tagesausflüge wie auch immer.

00:18:42: Ja und man muss es nicht alleine machen.

00:18:44: Man muss auch nicht zwanghaft eine beste Freundin suchen oder sondern da gibt es einen Club, da gehen die Gleichgesinnten hin die gerne Wander gehen zum Beispiel oder andere Ausflüge machen, dann weiß ja schon allein wenn man sich für so eine Veranstaltung anmeldet dass da gleichgesinnte sind und das macht es ja auch das gemeinsame Erleben noch mal schöner.

00:19:05: Und vor allem ist es wirklich ein Kampf gegen die Einsamkeit.

00:19:08: Absolut!

00:19:10: Die können da ja einfach sehr viel auch persönlich für die Menschen, bevor irgendwelche Menschen in Depressionen verfallen oder ähnliches.

00:19:16: Weil die Vereinsamung eben immer mehr wird und immer mehr hat Frau Ringl da ein tolles Projekt geschaffen um dagegen anzukämpfen.

00:19:24: Absolut!

00:19:24: Und sie ist hier auch bescheiden und einmal gut das ist jetzt mein persönlicher Wert aber Sie macht es aus sich selbst heraus weil sie das so

00:19:35: gerne macht.

00:19:36: Ist es nicht gerade dieses Engagement im Kleinen, das oft unterschätzt wird?

00:19:44: Ja.

00:19:44: Wahrscheinlich, aber dafür ist die Zukunftsmacherin da.

00:19:47: Da muss man da einmal so den Scheinwerfer draufhelfen

00:19:51: und das denke ich auch grade in Frau Ringels Sinne dann einfach, dass wir ihr Projekt mehr beleuchten und damit mehr Leute davon einverfahren.

00:19:58: Ich hab's, ich wohne in Weih, ich habe das nicht gewusst!

00:20:01: Aber guck mal, jetzt weißt du es.

00:20:02: Ich

00:20:02: weiß es!

00:20:03: Ja

00:20:06: genau.

00:20:07: Es wird jetzt ein bisschen schwieriger.

00:20:09: Meine letzte Frage auch... Wenn Du das Projekt von Frau Ringel in drei Worten beschreiben musstest, welche wären das?

00:20:17: Glücklich sein

00:20:18: im Alter.

00:20:19: Ach das ist schön und das sind ja die perfekten Abschlussworte für uns beide.

00:20:24: In diesem Sinne drücken wir Frau Ringels ganz ganz doll die Daumen mit ihrem Projekt Dass ihr vielleicht die Zukunftsmacherin für das Jahr ist, liebe Grüße an dieser Stelle gehen.

00:20:35: Und danke schön!

00:20:36: Vielen Dank für dieses tolle Projekt.

00:20:38: und in diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

00:20:51: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von den Zukunftsmacherinnen.

00:20:55: Heute bin ich bei Betty Wienberg zu Gast, du hast ja einige interessante Sachen, weswegen du auch nominiert bist für eine Zukunftsmacherin.

00:21:03: Ja, hoffe doch!

00:21:04: Erzähl uns doch mal von deiner Idee oder deinem Engagement.

00:21:07: Warum stehen wir beiden eigentlich

00:21:09: hier?

00:21:09: Ja warum?

00:21:10: das war eigentlich irgendwie ziemlich überraschend dass man mir die E-Mail geschrieben hat.

00:21:15: da war ich auch im ersten Moment so ein bisschen.

00:21:17: wer schreibt einen jetzt schon wieder?

00:21:19: Aber ich bin ja hintergekommen, das passt.

00:21:21: Ja und im Nachhinein habe ich festgestellt es soll wohl um meinen Hoflern gehen.

00:21:28: Ich hab irgendwann mit drei, zehn, vierzehn Hoflernen gegründet in der Corona-Zeit.

00:21:35: Und jetzt baue ich Gemüse an, liefere die Schulmensen ins Siegel und in Bassem.

00:21:42: Genau!

00:21:43: Und ansonsten ziemlich viel Öffentlichkeitsarbeit.

00:21:46: hat Landwirtinnen jetzt die Ausbildung abgeschlossen?

00:21:48: Genau.

00:21:49: Und schon allein das ist ja beeindruckend, dass du mit dreizehn oder vierzehn in so jungen Jahren schon angefangen hast wirklich einen Hofladen zu gründen.

00:21:57: Normalerweise mit dreizehn Jahre denkt man doch eigentlich eher daran ob die nächste Schaukel frei ist, sag ich jetzt mal.

00:22:03: Das war nebenbei vielleicht auch noch so.

00:22:05: Aber in der Coronazeit war halt nicht so viel mit Schule und dann war halt auch ein bisschen für lange Weile da obwohl man eigentlich auf so einem Bauernhof immer genug zu tun

00:22:18: hat, aber

00:22:19: immer noch zu wenig.

00:22:21: Von der Corona-Zeit muss ich ganz kurz einhaken?

00:22:23: Habe ich was ganz Interessantes gelesen, dass du da sogar Mehl mit der Hand produziert hast?

00:22:28: Ja, mit der hand nicht ganz!

00:22:29: Ich habe von meinem Onkel eine kleine Mühle gekriegt und dann hab' ich damit Mehl produziert und das war ja die Zeit wo man... naja alles raffen musste, was man so kriegen konnte.

00:22:42: und ja dann habe ich immer fünfhundert Gramm Bäudelchen Mehl gemahlen aus unserem Weizen.

00:22:46: Dann wir bauen Rotweizen an.

00:22:49: Ja der war dann ja quasi auch da.

00:22:52: Aber ich musste das auf jeden so einen großen Supermarkt immer, funktioniert nur.

00:22:56: Jeder darf nur ein zwei Typen mitnehmen weil sonst wäre das selbst

00:23:00: hier eskaliert.

00:23:01: Wahnsinn also krass!

00:23:02: Aber gut du wirst ja alle damals was alles ein bisschen herausfordern.

00:23:06: aber sag mal wie hat das denn alles genau angefangen?

00:23:09: Also wie gesagt mit dreizehn haben wir eigentlich andere Gedanken.

00:23:12: Ja wie gesagt war halt wenig zu tun und irgendwann meinten meine Eltern dann ja wir können nochmal uns andersweitig beschäftigen und dann haben wir ein paar Gemüsepflanzen geholt.

00:23:24: Erst in so einem kleinen Gehege, sag ich jetzt mal, haben wir erst eingezäunt ja und dann irgendwann haben wir hier wie man im Hintergrund aussieht die ganze Fläche beeinnahmt.

00:23:34: Ja und jetzt krieg' ich Jungpflanzen zu Und zieh die dann groß bis sie erntereif sind und dann verkaufe ich das halt beim Hofladen.

00:23:42: Wenn ich da so rüber gucke ist das alles Also alles, alles eures?

00:23:46: Ja also bis da an den Weizenrand ist alles unser.

00:23:51: Ja genau und dann von verschiedenen Kohl Sorten über Salat und Kohlrabi und Gurken Paprika und sogar Wassermelonen haben wir Im Land Christiwolls, in Norddeutschland.

00:24:02: Das ist ja total.

00:24:05: aber wie funktioniert das denn?

00:24:07: Also es ist momentan noch so ein Experiment.

00:24:10: Aber sie wuchern sehr sehr doll und letztes Jahr hatten wir neun da habe ich auch nicht viel von abgekriegt.

00:24:18: Jetzt hängen Sie auf ein bisschen voller.

00:24:19: Ich denke mal so zwanzig Stück.

00:24:21: Wahnsinn!

00:24:22: Wann ist da die Ernte?

00:24:23: Ja

00:24:24: ich denke

00:24:24: immer so zwei Wochen nach und dann genau.

00:24:27: Okay spannend.

00:24:28: Ein

00:24:28: bisschen groß sollen sie sein.

00:24:30: Hand groß sein.

00:24:31: Aber nicht so diese ganz Riege?

00:24:32: Nee,

00:24:33: nee, nee.

00:24:33: Das ist ja wirklich nur so wie Fußball.

00:24:36: Wir haben die geschmeckt also genauso wie...

00:24:38: Die haben mehr Kerne!

00:24:40: Ja gut aber da kann man ja noch einiges machen eigentlich.

00:24:43: Fuss!

00:24:43: Ein bisschen windig heute.

00:24:45: Aber es ist ja hoffentlich nicht schlimm.

00:24:48: Was bedeutet für dich denn eines der Begriff Zukunftsmacherinnen?

00:24:52: Für mich bedeutet das eigentlich, dass man nicht immer auf die gleichen Sachen zurückhält, die man schon seit zwanzig Jahren macht.

00:24:59: Sondern dass man auch mal mit neuen Ideen wie mit den Wassermelonen kommt und ja auch dass vielleicht mal eine neue Generation ans Ruder darf natürlich immer mit Unterstützung und mit Hilfe logisch klar.

00:25:12: Man braucht auch immer wieder Fragen stellen und sowas.

00:25:15: Das ist ganz wichtig.

00:25:17: aber ich finde trotzdem sollte man immer nur am alten Festhalten, sondern auch mal Junge ans Ruder lassen.

00:25:23: Wann hast du denn zuletzt gedacht, boah das lohnt sich richtig was ich hier mache?

00:25:29: Ich glaube dass es immer wenn der Hoflernen eigentlich voll ist also samstags-sonters bei guten wetter vielleicht noch ein bisschen besser als jetzt über dreißig grad wollte sagen das ist auch wieder schlecht ich sag mal so fünfundzwanzig bis dreißzig grad wenn die Leute mit Fahrrad kommen ihr Eis essen sowas dann denke ich ja das ist schon gut.

00:25:49: Und also, wir kommen fast schon zum Ende.

00:25:51: Das sollen ja immer nur so ganz kleine kurze Interviews sein.

00:25:55: Ich möchte jetzt gerne ein Spiel mit dir spielen?

00:25:57: Ja!

00:25:57: Ganz einfach... ich fang einen Satz an und du beendest ihn einfach.

00:26:01: Oh Gott, okay.

00:26:03: Schauen wir mal.

00:26:05: Ich bin eine Zukunftsmacherin weil..

00:26:08: ...ich neue Ideen reinbringe und weil ich dafür stehe dass auch junge Menschen mal was bestimmen soll.

00:26:16: Die Welt braucht mehr Menschen die

00:26:19: anpacken und nicht nur im Büro sitzen, sondern auch dem Handwerk nachgehen.

00:26:25: Wenn ich morgen etwas in meiner Region verändern könnte dann...

00:26:29: Oh das ist eine schwierige Frage!

00:26:31: Aber ich weiß dafür bin ich auch bekannt.

00:26:33: Mehr Zusammenhalt und dass wir uns nicht so oft streiten sondern auch mal ein bisschen mehr einer Meinung sind.

00:26:42: Und der letzte die Zukunft beginnt für mich wenn?

00:26:46: Wenn ich sehe dass viele junge Leute auch mitbestimmen und auch ein bisschen was zu sagen haben.

00:26:54: Prima, vielen Dank!

00:26:55: Ich hoffe ihr konntet jetzt einen kleinen Eindruck gewinnen von Betty und ihrem Hofladen.

00:27:00: besucht sie gerne mal hier ist wirklich sehr idyllisch und sehr schön.

00:27:03: ich drück

00:27:04: dir die Daumen dass du vielleicht die Zukunftsmacherin wirst.

00:27:06: wir werden es sehen.

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